| 
5. Spieltag Frauen Regionalliga Süd
TSV Schwaben Augsburg – RSV Germania Pfungstadt
Es berichtet Roland Klemmer Geduld und Nerven der Zuschauer wurden erheblich auf die Probe gestellt, bevor der erste Heimsieg in der Regionalliga Süd im Ernst-Lehner-Stadion gefeiert werden durfte. Mit 2:1 gewann man gegen den RSV Germania Pfungstadt.
Die Schwaben versuchten den Gegner früh unter Druck zu setzen und konnten sich in den ersten 15 Minuten einige hochkarätige Chancen herausspielen. Im Abschluss immer noch zu ungenau, scheiterte Mona Budnik an der Torhüterin, Patricia Losert bugsierte den Ball neben den Pfosten und Selina Schmidt vergab leichtfertig. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Augsburgerinnen wieder nachlässiger und brachten den bis dahin schwachen Gegner zurück ins Spiel. Zu ungenaue Pässe, immer einen Schritt zu spät und viel zu lange abwartend was denn der Gegner macht, wurde das Spiel sehr hektisch. Genau in dieser schwierigen Phase aber konnte die laufstarke Mona Budnik nur noch durch ein Foul im 16er gestoppt werden – den fälligen Elfmeter in der 28. Minute verwandelte Claudia Schwarz souverän zum 1:0. Anstatt jedoch Sicherheit aus der Führung zu gewinnen, ließ man Pfungstadt weiter mitspielen. Ein wunderschöner Pass durch die Schnittstelle der Schwaben-Viererkette wurde mit einer weiten Flanke vor das Schwaben Tor getreten. Torfrau Manuela Kellerer konnte den Ball noch abwehren, wurde aber im Nachgreifen von der eigenen Mitspielerin behindert, so dass der Gast zum 1:1 einschieben konnte (38. Min). Mit dem folgenden Angriff stellte Augsburg aber die vorherige Führung wieder her und erzielte das 2:1 durch Patrica Losert. Nach einem Foul an Theresa Ostermeyer flankte Spielführerin Martina Franz den Ball aufs lange Eck, wo Patricia Losert mit dem Kopf zur Stelle war.
Für die zweite Halbzeit nahm man sich vor, das Spiel nun in die Hand zu nehmen und mehr Akzente zu setzen. Dies konnte auch zwanzig Minuten lang umgesetzt werden, als man dem Gegner keinen Platz ließ und durch schöne Kombinationen nach vorne spielte. Aber wie in den Wochen zuvor, konnte man diese spielerische Druckphase nicht bis in die letzten Spielminuten durchziehen. So waren die letzten 25 Minuten von Hektik, Unruhe und Abspielfehlern geprägt, der knappe Vorsprung konnte allerdings über die Zeit gerettet werden. Die eingewechselte Sandra Feldbrügge hatte in der 86. Minute noch die größte Chance, die Führung auszubauen, scheiterte jedoch im ersten Versuch an der herausgeeilten Torhüterin, im Zweiten konnte eine Abwehrspielerin klären. Ein Zittern ging nochmals in der letzten Spielminute durch das Ernst Lehner Stadion, als Pfungstadt einen Freistoß in Strafraumnähe zugesprochen bekam, diesen aber nicht nutzen konnte.
Froh über die drei Punkte, aber keinesfalls zufrieden war Trainer Roland Klemmer. „Die Spielerinnen müssen endlich verstehen, dass wir nicht mehr in der Bayernliga spielen. Es reicht nicht, „einige“ gute Phasen zu zeigen, die gute Leistung muss über das gesamte Spiel gezeigt werden. Das Verschieben und die Laufbereitschaft müssen noch konsequenter umgesetzt werden.“ Aufstellung: Manuela Kellerer, Martina Franz, Anna Mahr, Alexandra Demos, Michelle Kois, Patricia Losert (66. Birgit Bachmann), Claudia Schwarz (54. Joana Müller), Ursula Neidlinger, Theresa Ostermeyer, Selina Schmidt (74. Carina Schneider), Mona Budnik (81. Sandra Feldbrügge
Besondere Vorkommnisse: Claudia Schwarz verwandelt Strafstoß Zuschauer: 70
| ANZEIGE |
 |
| |
|