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TSV Lützelburg verliert gegen den Spitzenreiter

27.09.2011


Außer Spesen nix gewesen, Lützelburg verliert 3:0 gegen Spitzenreiter


Aus Lützelburg berichtet Bernd Bachmann

Margertshausen war diesmal absolut keine Reise für den TSV Lützelburg wert, denn der heimische SSV  war  eine Nummer zu groß, auch wenn das klare Ergebnis von 3:0 nicht ganz den Spielverlauf wieder gibt. Von Anfang an hielt nämlich der Außenseiter die Partie offen und hätte nach 5 Minuten sogar in Führung gehen müssen, als Sturmführer Rainer Buxeder nach Traumpass von Sebastian Saliger alleine auf den SSV Torwart zulief, doch sein Heber war zu harmlos und konnte von einem Abwehrspieler locker vor der Linie abgelaufen  werden. 

Zwei Minuten später hatte Margertshausen die große Führungschance, als die sonst gut stehende Viererkette des TSV kurz nicht im Bilde war und Simon Wiedemann  alleine auf den Lützelburger Torwart zulief, doch er scheiterte an der tollen Reaktion des Lützelburger Schlussmanns. Nur weitere  5 Minuten später fiel Fabian Karg 10 Meter vor dem Tor ein verunglückter Eckball auf den Fuß, doch leider traf er die Kugel nicht und so kullerte der Ball zwei Meter am Tor vorbei. 

Auf der Gegenseite entschärfte der Lützelburger Torwart zwei tolle Chancen von Andre Maier und Michael Braxmeier und so stand es nach 30 Minuten immer noch 0-0. In der 32 Minute musste der Lützelburger Torwart erneut Kopf und Kragen riskieren, als Andrea Meier nach Traumpass von Michael Braxmeier alleine auf das Lützelburger Tor zulief, doch der SSV Stürmer erreichte den Pass nicht ganz und sprang trotzdem  mit zwei gestreckten Beinen in den Torwart. Dieses brutale Einsteigen des SSV Stürmers hätte mit rot bestraft werden müssen, da dieses Foul bereits an Körperverletzung grenzte und der Lützelburger Torwart minutenlang behandelt werden musste, doch der sehr gut leitende Schiedsrichter Hayek, drückte leider in dieser Situation beide Augen zu und verwarnte den SSV Stürmer nur mit Gelb und den Worten, Sie können froh sein, dass es nur Gelb ist, weil so ein brutales einsteigen hat auf dem Sportplatz nichts zu suchen. Nach 5 Minuten Unterbrechung konnte das Spiel fortgesetzt werden. Erneut Meier, der eigentlich nicht mehr auf dem Feld hätte stehen dürfen, scheiterte in der 40. Minute wieder am Lützelburger Torwart. 

Als alle schon mit dem Halbzeitpfiff rechneten bekam Andre Meier den Ball  nach einem unnötig verursachten Einwurf zufällig vor die Füße, anstatt den Fuß vorzuhalten, sahen die TSV Spieler, die unmittelbar neben Meier standen zu, wie dieser den Ball in den  in den Lauf von   Markus Kranzfelder spielte . Dieser nutzte den ungewohnt freien Raum nach kurzer Unachtsamkeit der TSV Viererkette eiskalt, spielte in aller Seelen Ruhe  den chancenlosen TSV Torwart aus und schob dann zum absolut unverdienten 1:0 für Margertshausen ein. Wirklich Schade, denn so brachten sich die fleißigen  Lützelburger schon wieder einmal um ihren Lohn, weil sie kurz vor der Pause nicht mehr konzentriert und konsequent ihre Aufgaben erledigten, sondern mit dem Kopf schon wo ganz anders waren. Von diesem Nackenschlag erholten sich die Lützelburger nicht mehr, auch wenn Sie in Halbzeit zwei weiter versuchten den Spitzenreiter zu ärgern. Allerdings nahm  der heimische SSV nun das Spiel fest in die Hand und so war es nur  dem Lützelburger Torwart zu verdanken dass seine Farben noch im Spiel waren, da er mit drei tollen Paraden gegen Meier, Braxmeier und Kranzfelder , das mittlerer weile schmeichelhafte 1:0 festhielt. 

In der 53. Minute sprang bei einem Abwehrversuch  des TSV der SSV Stürmer Meier, der eigentlich nur noch als Zuschauer beim Spiel hätte sein dürfen ,  von hinten in diese Abwehraktion des Verteidigers, wurde dabei zusammen mit dem Ball getroffen und fiel theatralisch zu Boden, worauf der gute Unparteiische seine zweite Fehlentscheidung an diesem Tage traf, denn er entschied völlig unberechtigt auf Elfmeter. Diese Chance ließ sich Michael Braxmeier nicht entgehen und so stand es, zu diesem Zeitpunkt allerdings verdient,  2:0 für den SSV. Zwar versuchte nun  der TSV nochmal alles um sich in dieses Spiel zu beißen, löste seine Abwehr auf und hatte durch Oblinger und Karg auch  noch zwei gute Chancen zum Ausgleich, konnte diese allerdings wieder einmal nicht nutzen. Auf der anderen Seite hatten die Margertshauser ihrerseits nun durch die aufgelöste Abwehr den Freiraum den sie brauchten, allerdings scheiterten sie  immer wieder mit besten Gelegenheiten am Lützelburger Schlussmann.  Dennoch kam es in der 71. Minute  wie es kommen musste. Michael  Braxmeier lief in der 71. Minute erneut alleine aufs TSV Tor zu, scheiterte zwar abermals  am TSV Torwart, den Abpraller allerdings verwandelte Meier dann zum vorentscheidenden 3:0. 

So hat genau der Spieler, der eigentlich in der 32. Minute vom Platz hätte fliegen müssen, dieses Spiel im Alleingang entscheiden.  Diese Tatsache ist aus  Lützelburger Sicht mehr als ärgerlich und sehr ungerecht,  man könnte deshalb auch wieder einmal mit dem Schiedsrichter hadern,  allerdings hat der nicht die Chancen leichtsinnig vergeben  und die Unkonzentriertheit zum 1:0 eingeleitet, sondern er hat bis auf zwei drei knifflige Situationen sehr gut  gepfiffen. 

Vielmehr muss man beim TSV  wieder einmal mit der Erkenntnis leben, dass man 40 Minuten absolut gleichwertig war und nur durch eine eigene Unkonzentriertheit unnötig das Spiel verloren hat. Einige Spieler sollten sich langsam mal hinterfragen und sich überlegen was Ihnen wichtig ist. So wird man dieser Jahr nämlich weiterhin viel Schluterklopfen erhalten, weil man guten Fußball spielt, allerdings keine Punkte einfahren, da  ein paar Spieler in jedem Spiel 20 Minuten komplett abschalten und zudem in jedem  Spiel klarste Chancen liegen gelassen werden.

So wird es wohl wieder nur ein Jahr mit Abstiegskampf in Lützelburg geben, obwohl  man eigentlich durch das gute Training von Coach Konrad  Wiedemann schon zwei Schritte weiter ist als ein Jahr zuvor, allerdings durch persönliche Befindlichkeiten und anderweitige Interessen sich Woche für Woche um den eigenen hart erarbeiteten Lohn bringt. Bleibt nur zu hoffen, dass man irgendwie und irgendwann aus diesem Teufelskreis herauskommt, denn schon nächste Woche sollte man schleunigst  zu einem Punktgewinn kommen, da man sich sonst ganz schnell auf dem letzten Platz der Liga wieder findet. Allerdings kommt am nächsten Wochenende mit dem Favoritenschreck SSV Neumünster einer der heiß gehandeltsten Aufstiegsaspiranten der Kreisklasse Nordwest ins schöne Waldstadion  und somit bleibt für den TSV erneut nur die Rolle des absoluten Außenseiters, auch wenn man dringend die Punkte im Abstiegskampf bräuchte.

Bleibt nur zu hoffen, dass die heimischen Zuschauer zahlreich erscheinen, um als zwölfter Mann ihr schwächelndes Team wieder aufzubauen, denn dass die Jungs kicken können kann man Woche für Woche auf dem Feld sehen. Nur müssen die Mannen von Coach Wiedemann endlich eine Einheit werden, auch wenn es nicht so gut läuft. Außerdem müssen einige Spieler endlich umdenken und den Fußball endlich ernst nehmen und nicht nur als Spaßveranstaltung  sehen.

So spielte der TSV Lüztelburg

Bernd Bachmann, Markus Hanisch, Daniel Gerlach, Johannes Heinrichs, Alex Stürzenhofecker, Sebastian Saliger, Oliver Schäferling,  Matthias Almer, Fabian Karg, , Rainer Buxeder, Stefan Oblinger, Martin Uhl, Daniel Ciemala, Chris Reichenbach, Markus Meyer


Tore: 1:0 (45.) Kranzfelder, 2:0 (53.) Braxmeier, 3:0 (71.) Meier
Besondere Vorkommnisse: Keine 

Beste Spieler: SSV.: Kranzfelder, Braxmeier TSV: Keine

Zuschauer: 150

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