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TSV Lützelburg kann doch noch gewinnen

22.09.2011
Endlich 3 Punkte für den TSV Lützelburg


Aus Lützelburg berichtet Bernd Bachmann

Nach drei sieglosen Spielen in Folge konnte am gestrigen Sonntag der heimische TSV Lützelburg endlich wieder 3 Punkte auf seinem Konto verbuchen. 
Das klare Resultat von 6:1 gegen den leicht favorisierten Nachbarn VFR Foret war aber so nicht zu erwarten und hätte am Ende auch 10:7 lauten können. Vor rund 100 Zuschauern, die trotz des schlechten Wetters ins gut bespielbare Waldstadion gefunden haben begann der heimische TSV furios. 

Schon nach drei Minuten hätte Sturmführer Rainer Buxeder seine Farben in Führung bringen müssen, doch sein Schuss verfehlte das VFR Tor knapp. Nur fünf Minuten später lief nach Traumpass vom überragenden Außenverteidiger Markus Hanisch der sehr gut aufgelegte Fabian Karg alleine auf Torwart Fatih Korkmaz, doch dieser reagierte glänzend. Nun kamen schon wieder die Erinnerungen an das Diedorf Spiel hoch, wo man ebenfalls drei Großchancen liegen ließ und der Gegner  eiskalt zum 1:0 vollstreckte. 


Tolles Tor durch Oliver Schäferling


Tatsächlich kamen die Foreter nun besser ins Spiel und hatten durch Bülent Arslan die Führungschance, doch auch er vergab knapp. Danach wogte das Spiel hin und her, doch die erneut sehr stark spielende Viererkette um die beiden überragenden Innenverteidiger Jo Heinrichs und Jimmy Gerlach und den beiden Außenverteidigern Markus Hanisch und Alex Stürzenhofecker ließen nichts mehr zu und wenn doch mal ein Ball durch kam war der stets aufmerksame Heimtorwart zur Stelle. In der 25. Minute spielte der erneut sehr starke Matthias Almer einen tollen Pass auf Lützelburgs besten Spieler an diesem Tag Oliver Schäferling. Der nahm den Ball 10 Meter vor dem Strafraum mit, drang in den VFR Strafraum ein, tanzte drei Abwehrspieler und dann noch den Foreter Torwart aus und schob zum völlig verdienten 1:0 für das Heimteam ein. 

Dieses sensationelle Tor gab der Heimmannschaft endlich das nötige Selbstvertrauen, das Ihnen so lange gefehlt hat.  Von Oliver Schäferling angetrieben, der nun jeden Zweikampf gewann und einen Ball nach dem anderen eroberte, spielten die Lützelburger nun groß auf und der VFR hatte Schwierigkeiten den guten Spielzügen der Heimmannschaft hinterherzukommen. In der 34. Minute  war es dann wieder ein Traumpass von Außenverteidiger Markus Hanisch, der seinen Kumpel Fabian Karg auf die Reise schickte und dieser mit wahnsinnig viel Übersicht seinen besser positionierten Mittelstürmer Stefan Oblinger anspielte, der dann mühelos  zum 2:0 ein netzen  konnte. 


Starke Partie von Markus Hanisch


Danach hatte plötzlich Dilaver Cayoglu die große Chance zum Anschlusstreffer, doch er scheiterte alleinstehend vor dem Lützelburger Tor am gut reagierenden Heimtorwart. Kurz vor der Halbzeit erneut ein toller TSV Angriff über wenige Stationen.  Matthias Almer spielte einen tollen Pass auf Sebastian Saliger, der kurz auf Oliver Schäferling ablegte, der auf den nun stark aufspielenden verkappten Spielmacher Fabian Karg passte und der abermals mit einem klugen  Pass seinen Sturmführer Rainer Buxeder bediente, der Fatih Kormaz im Foreter Tor keine Chance ließ.

So ging man mit 3:0 in die Halbzeitpause. Wer nun dachte Foret kommt mit einer Portion Wut aus der Kabine  und bäumt sich nochmal auf sah sich getäuscht. Schon in der 47. Minute krönte Außenverteidiger Markus Hanisch seine tolle Leistung, als er einen kuriosen Freistoß aus  45 Metern in die Maschen des Foreter Tors jagte. Anscheinend hat der kleine Wirbelwind nun endlich seine ideale Position beim TSV gefunden. Doch auch der Rest der Mannschaft machte weiterhin ein tolles Spiel und so war es nach tollem Pass von Oliver Schäferling , erneut Sturmführer Rainer Buxeder, der in der 55. Minute zum 5:0 einschob. Bleibt nur zu hoffen, dass der Stürmer seine lang angehaltene Pechsträhne nun endlich überwunden hat, denn seine Tore sind für den TSV extrem wichtig. Nach diesem tollen Spielzug  in der 55. Minute stellte das Heimteam aber plötzlich unverständlicherweise komplett die Arbeit ein, obwohl der Gegner sich eigentlich auch schon total aufgegeben hat. 

Zwar stand man noch viermal alleine vor VFR Keeper Fatih Kormaz, doch entweder verfehlte man das Tor deutlich oder der Torwart hielt die Niederlage in Grenzen.  Auf der anderen Seite kam aber nun Foret zu nicht mehr geglaubten Chancen. Angetrieben von Forets bestem Kemal Ergenler war es vor allem Harun Seckgin und Ahmet Sakaya die zu hochkarätigen Chancen kamen. Trafen sie in der 63. Minute noch den Pfosten, war es danach zweimal dem Heimtorwart zu verdanken, dass die null noch stand, denn bei zwei Schüssen reagierte er  hervorragend. In der 65. Minute bestrafte dann Kemal Ergenler mit einem 25 Meter Schuss die überhebliche Spielweise der Heimmannschaft endgültig und verkürzte auf 5:1, allerdings war sein Schuss begünstigt durch das irritierende eingreifen von Forets Spielertrainer Bülent Arslan.  

Danach hatte Foret seine stärkste Phase, kam auch noch zu zwei tollen Chancen, die allerdings der Heimkeeper zu vereiteln wusste. In der 75. Minute schloss die Mannschaft von Trainer Konrad Wiedemann endlich mal wieder einen konzentriert vorgetragenen Angriff ab. Den Anschließende Eckball vom fleißigen Matthias Almer köpfte der gut aufgelegte Stürmer  Stefan Oblinger zum 6:1 in die Maschen und krönte damit seine gute Leistung mit seinem zweiten Treffer an diesem Tage. Die letzten Minuten verflachte die Partie völlig und so waren bei strömenden Regen alle im Waldstadion froh, als der gut leitende Schiedsrichter das Spiel endlich abpfiff. 

Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung konnte die Heimmannschaft somit endlich wieder 3 wichtige Punkte im Abstiegskampf verbuchen. Allerdings spiegelt das Endergebnis nicht das tatsächliche Spiel wieder und so muss man beim TSV noch härter arbeiten, um endlich einmal 90. Minuten ein konzentriertes Spiel über die Bühne zu bringen und nicht, wie bisher in jedem Spiel durch 30 Minuten Tiefschlaf dem Gegner die Punkte zu schenken, auch wenn es diesmal nicht so war. Zu großer Euphorie lässt dieses Spiel aber absolut keinen Anlass, da man wieder nur 55 Minuten guten Fußball gespielt hat. Es kommen auch wieder Gegner,  wo das wieder zu wenig sein kann und deshalb bleibt nur zu hoffen, dass man die nächsten Wochen in Lützelburg nutzt, um diese Schwäche abzustellen, da man sonst in zwei Wochen wieder auf einem Abstiegsplatz steht. 

Schon nächste Woche beim Meisterschaftsfavoriten SSV Margertshausen hängen die Punkte wieder ziemlich hoch, doch mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung kann man auch dort bestehen. Denn schon Neumünster hat gezeigt, dass der SSV auch dieses Jahr nicht ganz unbezwingbar  ist, auch wenn sie mit Abstand die wohl stärkste  Mannschaft der Liga haben.

Und so  spielte der heimische TSV Lüztelburg

Bernd Bachmann, Markus Hanisch, Daniel Gerlach, Johannes Heinrichs, Alex Stürzenhofecker, Sebastian Saliger, Oliver Schäferling,  Matthias Almer, Fabian Karg, Rainer Buxeder, Stefan Oblinger, Martin Uhl, Daniel Ciemala, Chris Reichenbach

Tore: 1:0 (25.) Schäferling, 2:0 (34.) Oblinger, 3:0 (45.) Buxeder, 4:0 (47.) Hanisch, 5:0 (55.) Buxeder, 5:1 (65.) Ergenler, 6:1 (75.) Oblinger

Besondere Vorkommnisse:
Keine
 
Beste Spieler:
TSV: Schäferling, Hanisch ; VFR : Ergenler

Zuschauer: 100

 
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