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SpVgg Kaufbeuren gewinnt den Integrationspreis des DFB und Mercesdes Benz

29.03.2011

 

Insgesamt hatten sich 234 Schulen, Vereine, Städte und zahlreiche Institutionen aus ganz Deutschland beworben – unter den drei Siegern des Integrationspreises ist auch die SpVgg Kaufbeuren. 

 „Wir sind richtig platt. Mit diesem Ergebnis hätten wir überhaupt nicht gerechnet“, war Heinz Burzer, Geschäftsführender Vorstand der SpVgg Kaufbeuren sichtlich erfreut, als er den Integrationspreis des Deutschen Fußball-Bundes und von Mercedes Benz entgegen nahm.

Zusammen mit Fred Riermeier, Vorstand für Organisation wurde er nach Düsseldorf zu der feierlichen Gala eingeladen. Was die beiden im Vorfeld wussten, dass sie zumindest 5.000 Euro sicher hatten. Dass es am Ende zum ersten Preis reichte, konnte selbst Riermeier nach Bekanntgabe nicht glauben.

„Uns freut es riesig, dass wir gewonnen haben. Kaufbeuren ist ein Ort der Vielfalt“, geht der Dank an Staatsministerin Maria Böhmer. „Wir sind zusammengewachsen. Wir können unsere Jugendlichen jetzt befördern“, so der SVK-Funktionär im Interview auf der Bühne. Einen Schirmherrn für die Sportakademie habe Riermeier auch schon gefunden, geht sein Blick bei der Preisverleihung in Richtung Cacau. Noch im vergangenen Jahr bekam die SVK eine Beteiligungsurkunde für 2009 und ging leer aus. Dieses Mal landete Kaufbeuren den Coup und bekam den Hauptpreis in der Sparte „Verein“:

Den Mercedes-Benz Vito im Gesamtwert von 43.000 Euro. 

Integrationspreisverleihung mit Heinz Burzer, Oliver Bierhoff und Fred Riermeier

Die SpVgg Kaufbeuren überzeugte mit ihrer strategischen Herangehensweise. So schulte der Verein 2007 und 2008 zunächst alle Betreuer und Übungsleiter zu den Themen Gewaltprävention und interkulturelle Kompetenz. Auf dieser Basis wurden anschließend Fairplay-Richtlinien erarbeitet, die für die gesamte Vereinsarbeit gelten. Der Verein veranstaltet regelmäßige Trainingscamps zur Toleranz- und Demokratie-Erziehung und baut aktuell ein lokales Integrationsnetzwerk für Jugendliche mit Migrationshintergrund auf.

 Beeindruckend ist auch die Fähigkeit, tatkräftige Kooperationen aufzubauen:

 „Integration wollen wir in jeder Hinsicht vorleben. Daher binden wir Schulen, die örtliche Polizei oder professionelle Anti-Aggressionstrainer ein und stellen unsere Ideen benachbarten Vereinen zur Verfügung“, erklärt Stefan Günter, Pressesprecher des Vereins. „Das macht deutlich, dass auch im ländlichen Raum Vielfalt heute Normalität ist“, fügt Professor Dr. Maria Böhmer, Integrationsbeauftragte hinzu. 

„In Kaufbeuren wohnen und arbeiten Menschen aus 97 Nationen, und das leben wir auch in unserem Verein“, betont Heinz Burzer, Geschäftsführender Vorstand der SVK. Der Verein zählt rund 700 Mitglieder, davon sind 400 Jugendliche aktiv mit dabei. Um die Jugendlichen machte sich das Präsidium Gedanken, Maßnahmen zur Integration im Verein auf den Weg zu bringen. „Wir haben erkannt, dass wir mit der Jugend anders umgehen müssen“, so Burzer. Jugendliche wurden aufgefordert eigene Fair-Play-Regeln für das Verhalten auf, aber auch außerhalb des Sportplatzes zu entwickeln. 

 

Integrationspreis nach der Verleihung mit Cacau.

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