Memmingen : Aindling - Vor dem Derby geht's schon rund! | ||||
| 30.03.2009 | ||||
| FC Memmingen und TSV Aindling sehen Regionalliga-Anforderungen unterschiedlich An drei Fronten liegen in diesen Tagen der FC Memmingen und der TSV Aindling im Clinch. Sportlich messen beide Mannschaften im Nachholspiel der Fußball-Bayernliga am Mittwochabend (19.30 Uhr) in der Memminger Arena ihre Kräfte. An gleicher Stelle zur gleichen Zeit geht es eine Woche später noch einmal im schwäbischen Pokal-Halbfinale gegeneinander. Dritter Schauplatz ist ein "Fernduell" der beiden Klubs hinsichtlich unterschiedlicher Auffassungen über die Regionalliga. Hier gehen die Meinungen weit auseinander. Der FC Memmingen hat, wie berichtet, zum Stichtag 16. März aus wirtschaftlichen Gründen keinen Lizenzantrag gestellt. Die Aindlinger haben sich - nach einigem hin und her - doch entschlossen, für die vierte Fußball-Liga zu melden. Aindlings Trainer Manfred Paula warf in der örtlichen Presse dem Memminger Vorsitzenden Armin Buchmann Panikmache vor. Die von Buchmann genannten Zahlen, dass der Durchschnittsetat in der Regionalliga bei 1,8 Millionen Euro liege und der kleinste bei 600.000 zweifelt Paula an. Der Memminger Vorsitzende kontert: "Diese Zahlen habe nicht ich errechnet, sondern sie kommen direkt vom Deutschen Fußballbund. Der TSV Aindling hätte sie auch erfahren können, wenn er nicht als einziger Verein beim Bayernliga-Workshop im Winter gefehlt hätte". Auch andere Vereinsvertreter hätten sich gewundert, dass ein Klub zu einer so wichtigen Tagung niemand geschickt hatte. Paula, selbst Sport-Ökonom und früher Manager des FC Ingolstadt 04, glaubt mit einem Etat von 500.000 Euro die Regionalliga schultern zu können. Das zieht wiederum Buchmann in Zweifel: "Im Prinzip kann es uns egal sein, was Aindling macht. Aber ich fürchte, da geht ein Verein ziemlich blauäugig an die Sache heran". Wenn die neue Memminger Arena noch einmal für die vierte Liga aufgerüstet werden müsste, mag sich Buchmann gar nicht vorstellen, was angesichts der Sicherheitsauflagen finanziell in das Aindlinger Stadion gesteckt werden muss. Was schon bei der Parkplatzfrage losgeht. "In Aindling wird auf Schotter und in Wiesen geparkt. Der DFB fordert ausgebaute, beleuchtete Stellplätze und mittlerweile sogar mit Notrufanlagen. Aindling hätte hier dann das erste Maisfeld in der Regionalliga mit Flutlicht" legt Buchmann nach.Er hätte sich gewünscht, dass auch der schwäbische Rivale den Memminger Weg mitgegangen wäre und den "Wahnsinn" aufzeigt, der momentan gefordert wird. Buchmann will sich nicht beirren lassen und sieht sich durch viele Reaktionen deutschlandweit in seinem Handeln bestätigt. Auch BFV-Präsident und DFB-Vize Dr. Reiner Koch zollte der Memminger Entscheidung "Respekt". Wenn sogar der Bayreuther Insolvenzverwalter von "einen unverantwortbaren Risiko für die Regionalliga spreche, heißt das schon was", so Buchmann, "dieser Fachmann hat vermutlich allein mehr Ahnung von Finanzen, als die Vorstände in Memmingen und Aindling zusammen". Angesichts der Diskussionen, die auch durch den FC Memmingen verursacht, auf Verbandsebene derzeit laufen, sieht der FCM-Vorsitzende, dass Bewegung in die Sache kommt. Spätestens in zwei Jahren wird sich seiner Meinung nach die Ligenstruktur gänzlich anders darstellen. Wie sie aussehen könnte, weiß Buchmann auch schon: Die ersten drei Ligen für die Profis und darunter die Amateure. Dann wäre auch die vierte Liga für den Allgäuer Traditionsclub einmal zu stemmen. Vorbericht zum Spiel: FC Memmingen will Aindling in die Aufstiegssuppe spucken Im dritten Anlauf soll es nun klappen. Nach zwei Spielabsagen machen der FC Memmingen und der TSV Aindling in der Fußball-Bayernliga am Mittwochabend einen neuerlichen Anlauf. Um 19.30 Uhr wird das Verfolgerduell und Schwaben-Duell in der Arena unter Flutlicht angepfiffen. Mit einem Sieg könnten die Memminger mit dem Tabellenzweiten nach Punkten gleichziehen.FCM-Trainer Esad Kahric will mit "Volldampf" in diese Begegnung gehen, auch wenn sich beide Mannschaften schon in einer Woche im schwäbischen Pokal-Halbfinale an gleicher Stelle wiedersehen. Großes Ziel der Memminger ist es, heuer im Pokal endlich auch einmal etwas zu reißen. Spekulationen, dass deshalb im Punktspiel Zurückhaltung geübt werden könnte, weist Kahric zurück: "Das sind zwei ganz verschiedene Spiele und beide wollen wir gewinnen". Was allerdings ohne Trainersohn Ejnar Kahric und Stefan Zobel gelingen muss. Kahric junior fehlte schon am vergangenen Wochenende. Er besorgte sich Papiere in Bosnien, die er für die angestrebte Einbürgerung in Deutschland braucht. Diese Woche weilt er beruflich in Berlin. "Allzweckwaffe" Zobel hat sich für zwei Wochen aus privaten Gründen abgemeldet, was im Vorfeld abgesprochen war. Eine Lücke wird Daniel Böck von Beginn an im Mittelfeld schließen. Gut möglich, dass Marc Michels nach seinem Bayernliga-Debüt am vergangenen Samstag gegen Aindling vielleicht sogar von Beginn an auflaufen darf. Die Aindlinger, die sich nach langem hin und her, nun doch für die Regionalliga bewerben, stehen unter besonderem Druck. Um Tabellenführer Weiden auf den Fersen zu bleiben, muss im Allgäu unbedingt ein Sieg her. Dass künftig am Schlüsselhauser Kreuz höhere Ziele angepeilt werden, belegt auch die Winter-Verpflichtung von Ex-Profi Marco Löring, der schon für den FC Augsburg in der zweiten Bundesliga gekickt hat. Zuletzt musste der TSV der Konkurrenz tatenlos zusehen, weil das Spitzenspiel in Bayreuth den schlechten Platzverhältnissen zum Opfer gefallen war. Esad Kahric weiß, dass gegenüber dem 2:1-Arbeitssieg über die Würzburger Kickers eine weitere Leistungssteigerung her muss, um gegen die Aindlinger bestehen zu können. "Wir gehen hoch motiviert in das Derby", so der Coach, der auch schon das Samstagsspiel beim Klassenprimus Weiden im Blickfeld hat. Nachdem nun endlich der Frühling einkehren soll und für Mittwoch angenehme Temperaturen vorhergesagt sind, baut der FCM im schwäbischen Derby auf eine gute Kulisse. Eine vierstellige Zuschauerzahl soll es in jedem Fall werden, zumal auch die Gäste fleißig bei ihrem Anhang um die Unterstützung in Memmingen geworben haben. Der Schiedsrichter der Begegnung: Walter Hofmann (Ansbach/Mittelfranken). Der 43-jährige erfahrene Unparteiische leitet Spiele bis zur Bayernliga und kommt als Schiedsrichter-Assistent in der Bundesliga zum Einsatz. Das voraussichtliche Aufgebot des FC Memmingen gegen den TSV Aindling: Karl Kögel - Simon Zweifel, Stefan Pfohmann, Johannes Rehm - Alexander Wolf, Daniel Böck, Alexander Späth, Max Lamprecht, Johannes Zwickl (Marc Michels) - Candy Decker, Christopher Klaszka. Auswechselspieler: Alexander Elsner, Benny Kleiner, Johannes Reisacher (Tor). Verletzt/verhindert: Ejnar Kahric, Xhelal Miroci, Florian Perruzzi, Stefan Zobel. Niederlage in Memmingen kostet Würzburger Trainer den Job Die 1:2 Niederlage in Memmingen hat für den Trainer des FC Würzburger Kickers weitreichende Folgen. Nach der dritten Pleite hintereinander steht Dirk Zuechner vor der Ablösung. Mit der Bekanntgabe eines Nachfolgers wird für Dienstag gerechnet. Ein Knaller soll es auf jeden Fall werden. So sind von Paul Hupp bis Werner Lorant etliche Namen prominenter Trainer im Gespräch. Berichte übernommen mit freundlicher Genehmigung des FC Memmingen
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