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Ligareform 2008

30.07.2007
 
   
 © Bericht/Foto von Dirk Meier 
 

Informationen zur Ligareform
Auswirkung auf die bayerischen Fußballligen

Jürgen Faltenbacher aus Waldsassen, Verbandsspielleiter des Bayerischen Fußball-VerbandesJürgen Faltenbacher (Bild) aus Waldsassen, Verbandsspielleiter des Bayerischen Fußball-Verbandes, hat die Vereine der Bayernliga über den Stand der Dinge in Sachen Einführung der dritten Profiliga ab 2008 informiert. Denn die Arbeit der DFB-Kommission „Spielklassenstruktur“, in der Faltenbacher mitarbeitet, neigt sich langsam dem Ende. Faltenbacher hat die Ergebnisse den Vereinen unterbreitet

 
 
Qualifikations-Saison 2007/08
Die Spielzeit 2007/08 ist ja bekanntlich die Qualifikations-Saison für die neue dritte Liga und die drei darunter neu zu bildenden vierten Ligen. Das wird somit auch Auswirkungen auf die Bayernliga und die drei Landesligen haben. Der Spielausschuss des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) hat am 22. Juni 2007 in Regensburg darüber beraten und den Modus verbindlich festgelegt. Die Vereine sollen über die Neuerungen bei ihren Tagungen Ende Juni beziehungsweise Anfang Juli informiert werden.

Der Verbandsspielausschuss setzt sich wie folgt zusammen:
Verbandsspielleiter Jürgen Faltenbacher aus Waldsassen, der gleichzeitig Spielleiter der Bayernliga ist, führt den Vorsitz.
Mit zu diesem Gremium gehören die drei Spielleiter der Landesligen die da sind:
Christof Hille aus Kürnach (Nord),
Klaus Jacke aus Oberkreuzberg (Mitte)
Peter Moossmann aus Anzing bei München (Süd).


Vier Clubs der Bayernliga steigen direkt auf - zwei Clubs direkt ab

Beschlossen wurde nun folgende Regelung: Die ersten vier Klubs der Bayernliga steigen ja bekanntlich am Ende der Saison 2007/08 in die neue dreigleisige vierte Liga auf, das war bereits bekannt und darauf hatte der Spielausschuss des BFV auch keinen Einfluss. Aus der Regionalliga Süd wird es 2008 keinen Absteiger in die Bayernliga geben, weil alle Vereine, die nicht in die zweite Bundesliga aufsteigen und die sich nicht für die dritte Profiliga qualifizieren, ja automatisch in die vierte Liga gesetzt werden. Dadurch werden schon einmal vier Plätze in der Bayernliga frei. Aus der Bayernliga, so nun die Entscheidung des Spielausschusses, steigen die Klubs auf den Plätzen 17 und 18 in die jeweilige Landesliga ab.
Somit sind in der Bayernliga vor der Saison 2008/09 sechs Plätze frei. Die sollen von den jeweils beiden Erstplatzierten der drei Landesliga aufgefüllt werden.

Eine Relegation wird es aber auch geben. Der Sechzehnte der Bayernliga spielt zusammen mit den drei Dritten der Landesligen noch einen freien Platz in der Bayernliga aus. Die Auslosung zu diesen beiden Paarungen wird vom Spielausschuss traditionsgemäß in der Wintersitzung vorgenommen. Es werden also zwei Siege benötigt um aufzusteigen oder in der bayerischen Königsklasse zu verbleiben.
„Das ist ein Zugeständnis an die Bayernligisten, weil ein Verein weniger absteigt, und gleichzeitig auch ein Zugeständnis an die drei Landesligen, die einmalig zwei Fest-Aufsteiger erhalten“, sieht Faltenbacher diese Lösung als äußerst attraktiv und vor allem als sehr gerecht an. Im Spielausschuss war man sich über diesen vorgeschlagenen Weg übrigens sehr schnell einig.

Die beiden Ersten der Landesligen steigen direkt auf
Landesliga Süd und Landesliga Nord haben zwei Direktabsteiger - in der Landesliga Mitte bleibt es bei 3 Direktabsteigern.

Eine Sache ist auch neu und einmalig in der kommenden Saison: Der Abstieg aus den Landesligen Nord und Süd wird um einen Verein auf zwei reduziert. In der Landesliga Mitte muss es bei drei Fix-Absteigern bleiben, weil es aus den drei Bezirken Mittelfranken, Oberpfalz und Niederbayern drei Meister gibt, die aufsteigen dürfen. Im Norden sind es ja mit Unter- und Oberfranken und im Süden mit Oberbayern und Schwaben jeweils nur zwei Bezirksmeister, die aufsteigen werden. Daher konnte im Norden und Süden die Zahl der Absteiger um einen von drei auf zwei Klubs verringert werden.

Welche Auswirkungen diese Regelung in Sachen Aufstieg aus den Bezirksoberligen haben wird, ergibt sich erst am Saisonende, denn es könnte ja folgender Fall eintreten: Aus der Bayernliga steigen zwei Vereine in die gleiche Landesliga ab. Aus dieser steigen zwar zwei auf, aber der Drittplatzierte würde den Aufstieg verpassen. Dann ändert sich an dem Aufstiegsmodus nichts: „Diese Fragen können erst am Saisonende behandelt werden. Die Regelung dazu steht ja verbindlich in der Spielordnung“, sagt Faltenbacher.

Die Tagungen, bei denen die Klubs über dieses Ergebnis informiert werden, finden wie folgt statt: Bayernliga am Sonntag, 1. Juli, ab 10.30 Uhr in Weiden, Landesliga Nord am Samstag, 30. Juni, ab 10 Uhr bei den Freien Turnern in Schweinfurt, Landesliga Mitte am Montag, 2. Juli, ab 19 Uhr in Eltersdorf und die Landesliga Süd am Dienstag, 3. Juli, ab 19 Uhr in Fürstenfeldbruck.

 

 
 © Bericht/Foto von Dirk Meier 
   
 
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