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Lehrstunde für den FC Memmingen

23.08.2010

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Hoffenheim (ass).

Bittere Lehrstunde für den FC Memmingen. Im Aufsteigerduell bei der TSG Hoffenheim setzte es ein 0:6 (0:2) Abfuhr. „Hoffenheim hat uns heute die Grenze aufgezeigt. Wir hatten keine Chance“, sagte FCM-Trainer Esad Kahric ernüchtert nach der Niederlage. Die Tormaschinerie des Spitzenreiters war von den Memmingern nicht zu stoppen. In den ersten drei Begegnungen traf die U23 der TSG schon 15 Mal.

Kahric wollte eigentlich mit der gleichen Elf beginnen, die zuletzt beim 2:1-Heimsieg gegen Nürnberg die zweite Halbzeit bestritten hatte. Doch Torhüter Tobias Kirchenmaier musste nach dem Aufwärmtraining wegen einer Innenbandverletzung passen. So kam Karl Kögel am dritten Spieltag zu seinem Regionalliga-Debüt, das er sich gänzlich anders vorgestellt hatte. Hoffenheim trotz Gluthitze auf dem Platz von Beginn mit Tempo-Fußball. Pressing pur – Memmingen war fast pausenlos in die Defensive gedrängt. Die Hausherren drückten geduldig, um den Abwehrriegel der Gäste irgendwann zu knacken. In der 24. Minute war es zum ersten Mal soweit, als Herdling Torhüter Kögel mit einem Flachschuss ins linke Eck erwischte. Dass Fehler in der vierten Liga sofort und eiskalt bestraft werden, zeigte sich in der 38. Minute. Ein verunglückter Rückpass von Stefan Zobel auf Ejnar Kahric und Pascal Groß preschte dazwischen – er zog ab, das 2:0.

Obwohl Trainer Kahric dann Daniel Böck nach der Pause ins Spiel brachte, war auf Memminger Seite eigentlich nur noch Schadensbegrenzung angesagt. Kögel stand weiter im Brennpunkt. 51. Minute: Hier konnte der FCM-Schlussmann noch vor Jabiri parieren. Neupert stand beim Nachschuss ins Tor im Abseits.

Mit dem 3:0 (64.) des gerade eingewechselten Terrazzino war spätestens die Entscheidung gefallen. In der Schlussphase brach die Memminger Verteidigung in der Hitze völlig auseinander. Hoffenheim gelang alles – den Gästen nichts mehr. Herdling hämmerte einen Freistoß unter die Querlatte (79.), Terrazzino traf im Nachschuss, nachdem Kögel zuvor gegen Jabiri noch gehalten hatte (80.) und der Däne Vestergaard durfte auch noch mit dem Kopf ran (85.). Kögel verhinderte am Ende sogar noch Schlimmeres. „Wir waren nicht in der Lage, die Niederlage zu verhindern, auch wenn sie ein bißchen zu hoch ausgefallen ist“, hatte Kapitän Stefan Pfohmann hinterher als Erster wieder die Worte gefunden. „Hoffenheim war ein Gegner, mit dem wir uns sicher nicht messen können“. Die Pleite schnell abhaken und nach vorne schauen ist das Motto. Punkte für den Klassenerhalt müssen gegen andere Gegner und vor allem zuhause geholt werden. Am Freitag geht es gegen den TSV 1860 München II (19.30 Uhr).

TSG Hoffenheim II:
Grahl – Raitala (64. Ammann), Vestergaard, Neupert, Klingmann – Kaiser, Rosen (70. Hemlein)– Herdling, Ludwig (60. Terrazzino) – Jabiri.

FC Memmingen:
Kögel – Rehm, Pfohmann, Bader, Holzapfel – Maier (73. Heikenwälder), Zobel (46. Böck), Kahric, Knuth – Decker, Hindelang (73. Rucht).

Tore: 1:0 (24.) Herdling, 2:0 (38.) Groß, 3:0 (64.) Terrazzino, 4:0 (79.) Herdling, 5:0 (80.) Terrazzino, 6:0 (85.) Vestergaard.

Zuschauer: 500. – Schiedsrichter: Müller (Löchgau).


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