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Landesliga-Süd U17-Juniorinnen : Interview mit Armin Böck, Coach der SpVgg Kaufbeuren

18.09.2010

 

Seit dem internen Umbruch bei der SpVgg Kaufbeuren erfährt Armin Böck eine

Doppelbelastung. Als Chef der Frauenabteilung ist er nicht nur verantwortlich für

alle Mannschaften, sondern steht neben administrativen Tätigkeiten noch zudem als

Trainer der U17-Juniorinnen mehrmals in der Woche auf dem Trainingsplatz.

Ein enger Kontakt zum neuen Trainergespann Maria Carano und Walter Tsigaridas

– beide trainieren die U17 II und U15-Juniorinnen – ist hier unabdingbar.

Am Samstag startet für das Landesliga-Team eine neue Saison mit dem Heimspiel

gegen den  SV Pfersee Augsburg (Anstoß ist um 15:30 Uhr). In dem 8er Feld gehören

der FC Bayern  München II und Schwaben Augsburg zum Favoritenkreis.

Stefan Günter hat sich im Vorfeld mit Armin Böck unterhalten.

 Wie war ihr Gesamteindruck von der Vorbereitungsphase?

Böck: „Es war sehr schwierig, aufgrund den Sommerferien! In der Regel setzt du als Trainer eine fünf bis siebenwöchige Vorbereitungsphase an, je nach Stand der Mannschaft. In den ersten Wochen arbeitest du erst einmal im konditionellen Bereich. Bei uns wäre das nicht möglich gewesen, vor allem wenn du Ende Juli, Anfangs August konditionell ein Team aufbaust. Die Spielerinnen sind im Schnitt drei bis vier Wochen nicht da. Das ist buchstäblich für die Katz. Darum hatten wir bereits im Juni und Juli mit der Mannschaft im taktisch technischen Bereich gearbeitet und ihnen das System verinnerlicht. Wir haben ja diese Saison eine komplett neu kreierte Mannschaft auf dem Platz. Erst zum Ende der Vorbereitung haben wir den konditionellen Teil aufgebaut, anders war uns leider nicht möglich“ 

Es gab bei den U17-Juniorinnen fast keine Pause. Dennoch haben sie den Mädels und sich eine zweiwöchige Zwangspause verabreicht. Ist die allen gut bekommen?

Böck: „Ja, auf jeden Fall. Diese zweiwöchige Pause haben wir in der Zeit der Ferien angesetzt, in der ich nur eine Handvoll Spielerinnen zur Verfügung hatte. Es war definitiv vernünftig diese Pause anzusetzen. Hier konnten sich einzelne Spielerinnen von diversen muskulären Problemen erholen und diese auch auskurieren“. 

Mit Svea Nannen hat das U17-Team eine Verstärkung bekommen. Ist sie eine Bereicherung für die Mannschaft?

Böck: „Svea hat sich in kürzerster Zeit super in die Mannschaft integriert. Hier sind Freundschaften entstanden! Die Mannschaft hat gesehen was Svea an Qualität mitbringt. Das schätzt sie auch. Sie hat ja bereits bei den Frauen ihr Bayernligadebüt erlebt und wird, so denke ich, noch öfter in dieser Saison die Bayernligaluft schnuppern dürfen“. 

 Wie stark ist denn der komplette Kader einzuschätzen?

 Böck: Im gesamten betrachtet sind wir noch nicht bei 100 Prozent. Es sind einige Dinge, die es gilt, besser zu machen. Wir müssen noch bei einzelnen Positionen die letzte Konsequenz herauskitzeln. Wenn das in den nächsten Wochen umgesetzt wird, dann haben wir einen sehr leistungsfähigen Kader“. 

Mit Martina Ranftl (Kreuzbandriss) und Silvia Fleschutz (Sehnenreizung) stehen ihnen diese beide Spielerinnen kurz- bzw. längerfristig nicht zu Verfügung. Wie wichtig sind sie für die Mannschaft?

Böck: „Die Verletzung bei Silvia so kurz vor Saisonbeginn hat mich schon schockiert, Sie ist eine knallharte Außenverteidigerin, die läuferisch und kämpferisch einiges an den Tag legt. Dadurch hinterlässt sie eine sehr große Lücke, die wir aber mit der sehr engagierten Lisa Wenzel wieder schließen konnten.  Martina Ranftl dagegen hinterlässt ein großes Loch im linken Mittelfeld. Wegen ihres Linksfußes ist sie nicht nur läuferisch topp, sondern vollbringt auch hervorragende Leistungen. Sie ist goldwert auf der linken Seite. Aber ich denke, wir haben auch dieses Problem sehr gut gelöst“.

Erst eine Woche vor dem Auftakt in die neue Saison gab es ein dreitägiges intensives Trainingslager. War es Absicht, dass dieser Termin erst so spät gelegt wurde?

Böck: „Also in der Regel bin ich kein Freund von einem Trainingslager eine Woche vor Saisonstart, aber wie ich schon erwähnt habe, hatten wir keine andere Möglichkeit alle an Bord zu haben aufgrund der Urlaubsplanung. Ich habe nebenbei recherchiert, es gibt doch Vereine bei uns in der Liga, die haben vor rund 4 Wochen mit ihrer Vorbereitung begonnen und haben in der ersten Woche 5 Spielerinnen im Training gehabt. Diese Situationen wollten wir umgehen, und ich denke, dass haben wir sehr gut umgesetzt“.

Welche Rolle spielt das U17-Landesliga-Team in der kommenden Saison?

Böck: „Die Frage ist schwierig zu beantworten. Weiß ein Brad Pitt vor dem Kinostart schon, ob er für seine Rolle einen Oscar bekommt? Ich denke mit der Mannschaft ist sehr viel möglich, aber da müssen noch einige Dinge optimiert werden“.

Was ist zum Auftakt gegen Pfersee Augsburg zu erwarten?
Böck: „Seitens des Gegners ist eine sehr kampfbetonte Mannschaft zu erwarten. Wir sind aber gut vorbereitet und müssen uns nicht verstecken. Letzte Saison haben wir sportlich die Augsburger 3:2 im Parkstadion geschlagen. Allerdings wurden uns am ‚grünen Tisch“ diese 3 Punkte weggenommen. Ich kann hier zumindest eines versprechen, dass die Augsburger dieses Mal nicht auf so eine bequeme Art Ihren ersten Dreier einfahren werden.

vielen Dank an Stefan Günter  

Die U17-Mannschaft der SpVgg Kaufbeuren in der Saison 2010/2011

Bildrecht: SpVgg Kaufbeuren

Obere Reihe (von links nach rechts): Nick Daniel (Torwarttrainer), Wolfgang Hackl (Co-Trainer), Sabine Fischer, Carina Melzer, Martina Ranftl, Kristina Weißenbach, Nadja Reggel, Silvia Fleschutz, Thomas Weißenbach (Juniorinnen-Koordinator), Armin Böck (Trainer).

Untere Reihe (von links nach rechts): Melanie Seidler, Arlinda Alushija, Kristina Hackl, Lisa Hansmann, Sandra Rieg, Julia Enzensberger, Janina Güthner, Lisa Wenzel, Anna Gebler, Jana Ruf, Diana Hauser und Heinz Burzer (Geschäftsführender Vorstand)

Auf dem Foto fehlt Svea Nannen



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