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Um den eigenen Lohn gebracht
Enttäuschende Gesichter sah man bei den Damen des TSV Schwaben Augsburg nach der am Ende doch klaren 0:4 (0:0) Niederlage beim derzeitigen Tabellenführer der Regionalliga Süd, SV Weinberg.
Die Weinbergerinnen gingen als klarer Favorit in die Partie, wollen sie diese Saison doch endlich den Sprung in die 2.Bundesliga schaffen. Und dennoch schafften es die Augsburgerinnen in Halbzeit Eins, mitzuhalten. Und nicht nur das, nach anfänglicher Hektik auf beiden Seiten waren schöne Kombinationen der Fuggerstädterinnen zu sehen. Gutes Stellungsspiel und viele Ballgewinne konnten jedoch nicht effektiv genutzt werden. Sowohl die Außenspielerinnen als auch Stürmerin Mona Budnik konnten sich nicht entscheidend vors Tor der Heimelf spielen. Torchancen waren auf beiden Seiten Mangelware. Vereinzelte Chancen der körperlich überlegenen Weinbergerinnen, konnte die stets präsente Schwabentorfrau Manuela Kellerer abwehren. So in der 29.Minute, als Schellenberg mit einem Heber alles richtig machte, Schwabens Torfrau aber hellwach war und glänzend reagierte. Mit einem bis dato gerechten 0-0 ging es in die Pause.
Bereits in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff war klar, dass Weinberg auf den Führungstreffer drängte. Schwabens Hintermannschaft war gefordert. Diesem Druck hielt man bis zur 53. Minute stand, ehe Weinberg innerhalb von zwei Minuten das Spiel für sich entschied und zwei Unkonzentriertheiten der Gäste gnadenlos ausnutzte. Einen unnötig zur Ecke geklärten Ball verwandelten die per Standards immer gefährlichen Weinbergerinnen per Kopf zum unhaltbaren 1:0; eine Minute später wurde ein ungenauer Pass im Spielaufbau der Schwabenfrauen abgefangen und mit dem 0:2 kompromisslos bestraft.
Davon erholte sich Augsburg nicht mehr. Weinberg fand nun ins Spiel und fuhr einen Angriff nach dem Anderen. So wurde ein schöner Spielzug in der 73.Minute zum 3:0 abgeschlossen.
Kellerer verhinderte mit einer Glanztat in der 76.Minute zunächst Schlimmeres, war beim sehenswerten Treffer zum 4-0 der Heimelf acht Minuten vor Schluss, jedoch chancenlos. Es blieb beim 4-0 für Weinberg.
Die Enttäuschung nach dem Schlusspfiff war groß; nicht unbedingt aufgrund der Niederlage beim Tabellenführer. Vielmehr brachte man sich nach einer kämpferisch und spielerisch doch guter Leistung in Hälfte eins per Leichtsinnsfehler um den eigenen Lohn. Nun gilt es, wieder Sicherheit und Selbstvertrauen zu tanken, ehe nächste Woche die Mannschaft von Germania Pfungstadt im Ernst Lehner Stadion empfangen wird.
Aufstellung: Manuela Kellerer, Martina Franz, Alexandra Demos, Anna Mahr, Michelle Kois, Theresa Ostermeyer (59.Joana Müller), Ursula Neidlinger, Claudia Schwarz (74.Carina Schneider), Selina Schmidt (79. Sandra Feldbrügge), Patricia Losert (82. Michele Perfetto), Mona Budnik
Schiedsrichterin: Kristin Rebhan Besondere Vorkomnisse: gelbe Karte (Anna Mahr) |