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Klare Niederlage des FC Memmingen beim Club

16.11.2011


Regionalliga: 1. FC Nürnberg II - Memmingen 4:0 (1:0)

Nürnberg (ass).
Der Vorrunden-Abschluss des FC Memmingen bei der U23-Mannschaft des 1. FC Nürnberg ist schnell auf einen Punkt gebracht: Mit der schlechtesten Saisonleistung setzte es beim 0:4 (0:1) die höchste Niederlage. FCM-Trainer Esad Kahric war hinterher richtig angefressen: „Mit so einem Ergebnis bringt sich die Mannschaft selbst um die Arbeit einer ganzen Trainingswoche“. Und den Trainer natürlich auch.

Keine Entschuldigung, aber durchaus entscheidende Faktoren waren mit Sicherheit, dass mit Ejnar Kahric (Gelb-Sperre) und Mario Schmidt die beiden zentralen Mittelfeldleute fehlten. Stefan Zobel, Kahric-Vertreter auf der „Sechser-Position“, gehörte an diesem Nachmittag im weiten Oval des easyCredit-Stadions noch zu den Besseren, wollte den Vorwurf der „fehlenden Leidenschaft“ der bei den 35 mitgereisten Fans laut wurde, so nicht stehen lassen: „Jeder wollte eigentlich, aber es hat nicht so funktioniert, wie wir es uns vorgestellt hatten“. „Keine zwingenden Torchancen herausgespielt, hinten dumme Fehler gemacht“ – Zobel hatte ansonsten schnell festgemacht, was zur deutlichen Abfuhr führte.

Der frühe Rückstand zeigte Parallelen zum 2:4 gegen Eintracht Frankfurt II auf. Wieder wurde mit einem langen Ball durch Scheffer der Memminger Abwehrriegel geknackt. Nicolas Görtler verwertete die scharfe Hereingabe von George schon nach sechs Minuten. Ab Mitte der ersten Halbzeit hatten die Allgäuer zwar mehr vom Spiel, aber nur eine Tormöglichkeit. Ein Schuss von Dennis Vatany (30.) strich knapp am Pfosten vorbei. Zuvor hatten George (8.), Görtler (15.) und Diroll (25.) gute Möglichkeiten auf Nürnberger Seite.

Nach dem Blitzstart in die zweite Halbzeit mit dem 2:0 war die Partie gelaufen.

Bezeichnend war, wie der Treffer fiel. Nachdem der angeschlagene Benjamin Sturm, der einen rabenschwarzen Tag erwischte, den Ball an Görtler verlor, stellte die FCM-Hintermannschaft kollektiv das Spielen ein und wartete auf einen Abseitspfiff, der nicht kam – allerdings auch ohne zu reklamieren. Diroll stürmte heran, FCM-Torhüter Tobias Kirchenmaier konnte seinen Schuss nur abklatschten und Mützel nickte fast auf der Torlinie ungehindert ein. Wie einfach es gehen kann, zeigte erneut das Trio George, Mützel und Görler mit dem schönsten Treffer des Nachmittags (61.), der freilich wiederum die Gästeabwehr alt aussehen ließ. Fast eine Kopie davon war Club-Treffer Nummer vier – diesmal durch George (78.).

„Heute waren wir die aktivere und aggressivere Mannschaft“, erkannte Nürnbergs Trainer Michael Wiesinger nach dem dritten Saisonsieg des bisherigen Tabellenvorletzten folgerichtig. Sein U23-Team, das kurioserweise – wie diesmal – immer gewinnt, wenn sie ohne Profi-Verstärkung antritt, blieb erstmals in dieser Runde ohne Gegentor. Der FCM bei der dritten Niederlage hintereinander ganz ohne Gelbe Karte, was durchaus auch für mangelnde Gegenwehr spricht.

Mit dem Pokalauftritt in Schwabmünchen kommenden Samstag (14 Uhr), sowie dem Regionalliga-Rückrundenauftakt bei der SpVgg Greuther Fürth II (Dienstag, 22. November, 19 Uhr) und zuhause gegen den FC Bayern München II (Freitag, 22. November, 19 Uhr) warten nun drei Begegnungen innerhalb von sieben Tagen auf die Memminger, die sich etwas einfallen lassen müssen, um wieder auf die Erfolgsspur zurückzufinden.

1. FC Nürnberg II:
Uphoff - Heinloth (75. Kara), Kammermeyer, Esparza, Scheffer - Mönius, Fall - Diroll (65. Klement), Mützel - Görtler (80. Großmann), George.

FC Memmingen:
Kirchenmaier - Bobinger, Sturm (56. Berchtold), Bader, Holzapfel (72. Mangler) - Vatany (77. Beck), Heger, Zobel, Decker, Heikenwälder - Hindelang.

Tore: 1:0 (6.) Görtler, 2:0 (49.) Mützel, 3:0 (61.) Görtler, 4:0 (78.) George. - Schiedsrichter: Fritsch (Bruchsal). - Gelbe Karten: Mönius, Fall / -. - Zuschauer: 270.

Reporterlegende Koch: „Schickt’s uns einen wie den Wiblishauser“

Nürnberg (ass).
Reporter-Legende Günther Koch (69) kann’s auch im Ruhestand noch nicht ganz lassen. Obwohl kürzlich auf Vorschlag der Fans in den Aufsichtsrat des 1. FC Nürnberg gewählt, zog er im Regionalliga-Spiel der U23-Mannschaft seines „Clubs“ gegen den FC Memmingen wie früher einen leidlich gepolsterten Platz auf der Pressetribüne einem lederbezogenen Sitz im Oberrang vor.

Wenn der Fußball rollt, kann Koch dann auch nicht ganz den Mund halten und kommentiert immer wieder das Geschehen, auch wenn er kein Mikrofon mehr vor dem Mund hat. Was zumindest an einem aus Memminger Sicht sehr grauen Fußball-Nachmittag für ein paar Schmunzler sorgte. Als die offizielle Zuschauerzahl mit 270 durchgegeben wurde, fragte er ins frierende Rund: „Und wo sind die?“. Sebastian Mützel bekam beim 4:0 der „Amas“ (Club-Amateure) als Torschütze und Vorbereiter ein Lob: „Mützel kann’s auch ohne Mütze“. Und Koch schob die rhetorische Frage nach: „Ein Mann für Hecking?“ – sprich für die Bundesliga-Truppe. Womit er auch den starken Jann George gemeint haben könnte. Am Schluss lobte er noch den „überragenden Schiedsrichter“ und bemerkte „Hoppla, der Club spielt ohne Profis fast besser als mit“. Was genauso stimmt, denn immer wenn die U23-Mannschaft in „Original-Besetzung“ aufläuft, gewinnt sie.

Für die Memminger Fans, die Kochs Kommentare aus nächster Nähe miterleben durfte, war es damit trotz der 0:4 Abfuhr für den FCM damit noch ein halbwegs erheiternder Fußball-Nachmittag. Die „Stimme Frankens“ wandte sich dann auch noch um, zeigte sich äußerst fachkundig und wünschte sich: „Schickt’s uns halt mal wieder einen wie den Wiblihauser oder den Mendler“. Beide spielten für den FC Memmingen. Frank Wiblishauser war von 2000 bis 2005 in Nürnberg unter Vertrag. Markus Mendler ist aktueller U20-Nationalspieler der „Cluberer“. Und Günther Koch im Reporter-Unruhestand.

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Baykul Gürlek Allianz Hauptvertreter
 

 
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