|
SchwabenSoccer: Wie ist das Gespräch zwischen Dir und dem Vorstand zustande gekommen? Klaus Förster: Als ich in das Gespräch gegangen bin, habe ich gedacht, wir unterhalten uns über Zielvorgaben, über Kaderveränderungen für die neue Saison. Ich bin von einem Zwischengespräch ausgegangen, was haben wir erreicht, was wollen wir noch erreichen usw. Aber in diesem Gespräch ist mir letztendlich mitgeteilt worden, dass sie für die neue Saison einen Spielertrainer holen, weil sie gesehen haben, dass wir im Offensivbereich Probleme haben. Sie sagten eben, wenn wir schon die Möglichkeit haben, so einen Mann wie den Klaus Köbler zu verpflichten, dann muss man eben zugreifen. Da war ich natürlich komplett überrascht, weil ich mit so was überhaupt nicht gerechnet hatte. SchwabenSoccer: Wer hat an diesem Gespräch teilgenommen? Klaus Förster: Das waren Sepp Löffler, Dieter Zoglauer und ich. SchwabenSoccer: Leidet nun Deine Motivation darunter? Klaus Förster: Überhaupt nicht. Mein Auftrag lautet, mit der Mannschaft für die Saison den Betriebsunfall Bezirksliga wieder auszumerzen. Meine Motivation ist, mit der Mannschaft, die ich zu großen Teilen selber zusammengestellt habe, das gemeinschaftliche Ziel Aufstieg so schnell wie möglich zu realisieren. Für mich wäre es natürlich am Schönsten, am Saisonende als Aufsteiger zu gehen, wenn ich schon muss. SchwabenSoccer: Wie hat die Mannschaft die Entscheidung des Vorstands aufgenommen? Klaus Förster: Ich weiß es gar nicht. Wir fangen erst jetzt wieder mit dem Training an. Ich werde auf jeden Fall der Mannschaft die Situation erklären und einmal darüber reden, aber dann ist es auch gut. Denn dann zählt nur noch die Rückrunde. SchwabenSoccer: Wie ist das Verhältnis zu Sepp Löffler? Wird sich an der Zusammenarbeit etwas ändern? Klaus Förster: Unser Verhältnis war schon vorher nicht sehr intensiv und wird jetzt sicher auch nicht intensiver werden. Der Sache wegen werden wir die Dinge, die anfallen, gemeinschaftlich besprechen und umsetzen. Aber ich bin über die Art und Weise enttäuscht. Ich bin darüber enttäuscht, dass meine Arbeit in den letzten eineinhalb Jahren zu wenig gewürdigt wurde. Sonst hätten sie nicht über eine Veränderung nachgedacht. Und dies zeigt mir, dass sie wohl doch irgendwo nicht zufrieden mit mir waren – aber was es war, haben sie mir nicht gesagt. Sie haben mir nur gesagt, dass sie mit der Außendarstellung des Vereins sehr zufrieden waren und da hatte wohl ich auch einen Anteil daran. Sie können auch meiner Arbeit nichts vorwerfen, aber sie haben sich für einen anderen Weg entschieden. Das muss ich so akzeptieren, auch wenn es mir natürlich nicht gefällt. Ich denke schon, dass ich es mir verdient hätte, mit meiner Mannschaft, wenn sie aufsteigt, zumindest ein Jahr weiterarbeiten zu können. SchwabenSoccer: Was hat sich denn bei Neuzugängen bzw. Spielerabgänge getan? Klaus Förster: Gegangen sind Salih Yilmaz zu DJK Lechhausen, Hakan Nurten zu Türk Spor Augsburg und Francesco de la Rose zu CS Conca D’Oro: Gekommen sind Dennis Becker, Jonas Mücke und Thomas Metzenrat, alle drei von Königsbrunn. SchwabenSoccer: Wie sehen Deine Pläne für die nächste Saison aus, hat sich da schon was ergeben? Klaus Förster: Nein, es hat sich momentan noch nichts ergeben. Wenn das Ganze zwei Wochen früher abgelaufen wäre, dann wäre ich wahrscheinlich schon woanders. Es wäre ja auch keinem Abteilungsleiter eingefallen, einen Trainer anzurufen, der mit seiner Mannschaft auf dem ersten Tabellenplatz steht. Es ist jetzt bereits so, dass sich die meisten Vereine positioniert haben. Somit wird es natürlich schwer, in den nächsten Wochen irgendwo anzuheuern. Klar ist, dass ich noch nicht in Rente gehen will. Ich würde gern in der neuen Saison als Trainer weiterarbeiten und ich hoffe, dass sich im Laufe der Rückrunde etwas ergibt. Denn ich denke, die Arbeit, die ich bei Schwaben geleistet habe, kann sich sehen lassen. Und es zeigt hoffentlich Vereinen, dass wenn man kontinuierlich arbeitet, man auch etwas bewirken kann. Ich hoffe, dass es Vereine gibt, die sagen: Mensch, so einen Mann brauchen wir! SchwabenSoccer: Vielen Dank, Klaus, für das Interview und wir wünschen Dir und deiner Mannschaft für die Rückrunde, dass es mit dem Aufstieg klappt. Und Dir persönlich viel Erfolg bei Deinen kommenden Aufgaben. Weiterer Link zum Thema: Neuer Trainer beim Bezirksligisten TSV Schwaben Augsburg | ANZEIGE |  | | |
|