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Interview mit Trainer Jürgen Völk vom TSV Göggingen

09.10.2009

 

Schwaben Soccer hat mit Trainer Jürgen Völk über die aktuelle sportliche Situation beim TSV Göggingen gesprochen.

SchwabenSoccer: Herr Völk, sie  haben mit ihrem Team ja nach zuletzt sechs Spielen ohne Niederlage daheim gegen den FSV Inningen verloren und damit den Sprung an die Tabellenspitze der Kreisliga Augsburg verpasst. Wie „schmerzhaft“ ist denn diese Niederlage?

Jürgen Völk: Die Niederlage ist sehr "schmerzhaft", weil wir sie uns durch eine schlechte Leistung erarbeitet haben. Es ist bedauerlich, aber es war die Leistung, die in den vergangenen Wochen die schlechteste war. Wenn wir unsere normale Leistung abgerufen hätten, dann wäre sicherlich ein besseres Ergebnis "drin" gewesen. Aber das war leider nicht der Fall.


SchwabenSoccer: Man kann also allgemein sagen, dass es eine schlechte Mannschaftsleistung war?

Jürgen Völk: Mit dieser Leistung ist es schwierig Punkte zu holen. Das ist halt mal so, wenn das Kollektiv nicht die Leistung bringt, da wir auch eine sehr junge Mannschaft sind. Jetzt war es halt mal so, dass wir nach längerer Zeit eine schlechte Leistung geboten haben. Leider ist die Niederlage zu einem falschen Zeitpunkt gekommen, und somit haben wir den Sprung an die Tabellenspitze verpaßt.

SchwabenSoccer: Der TSV Göggingen ist ja derzeit auf Tabellenplatz 3 in der Kreisliga Augsburg, punktgleich mit dem Tabellenzweiten ASF Hilftenfingen. Da kann man doch insgesamt mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden sein, oder?

Jürgen Völk: Wir sind absolut zufrieden, man muß aber sagen, dass es schon der Rahmen unserer Möglichkeiten ist. Aus meiner Sicht gesehen sind wir nicht ganz überraschend da vorne, weil ich es uns zugetraut habe, wenn wir die Einzelleistungen auf dem Platz bringen. Trotzdem können wir ja mit unserer jungen Mannschaft nicht alles ins Detail planen. 

SchwabenSoccer: Sie müssen ja im  nächsten Spiel beim TSV Ustersbach (Platz 4, punktgleich mit 23 Punkten) antreten. Dann spielen sie gegen zwei Abstiegskandidaten, den TSV Schwabmünchen II zu Hause und beim TSV Haunstetten. Wie wichtig sind denn aus ihrer Sicht die nächsten drei Spiele bzgl. des weiteren Saisonverlaufs?

Jürgen Völk: Ohne Frage ist die Abpaßphase zu Beginn der Saison vorbei. Jetzt zeigt sich ganz deutlich, wer über die Winterpause hinaus vorne bleiben kann. Deshalb sind die kommenden Spiele auch ein klarer Maßstab für das Frühjahr. Wer sich jetzt vorne platzieren kann, der wird in die Rückrunde ganz anders starten, als wenn er unter Druck ist.


SchwabenSoccer: Dann sind die nächsten Spiele also wegweisend  für den TSV Göggingen?


Jürgen Völk: Eindeutig. Für uns ist jedes Spiel schwierig, unbhängig davon, gegen wen und wo wir spielen, da wir nirgendwo als Favorit auftreten. Wir müssen  unsere Leistung bringen, dann können wir gegen jeden gewinnen. Die Leistung muß stabil sein, da wir nicht die Routine haben, um auch mal eine schlechtere Leistung auffangen zu können. Wir brauchen unseren jungen Elan, denn dann sind wir schwer zu bremsen und schwer zu schlagen.

SchwabenSoccer: Auch wenn die nächste Frage etwas verfrüht kommt. Denken sie, dass das Potential der Mannschaft ausreicht, um am Ende der Saison den Aufstieg zu schaffen? 

Jürgen Völk: Es ist nicht unser Saisonziel. Der Lauf einer jungen Mannschaft kann aber dazu führen, das diese ganz vorne mit dabei ist. Man kann so etwas nicht planen, da wir ja 8 A-Jugend Spieler haben, die im zweiten Seniorenjahr spielen, und die Leistungen unterliegen deshalb bestimmten Schwankungen. Aber der TSV Göggingen hat das Glück, das aus der Jugend so eine Vielzahl guter Spieler herausgekommen sind. Der Trainer hat damit einen Ausbildungauftrag, so dass man nicht alles an einer Saison festmachen kann. Die Mannschaft hat aber Geschmack daran gefunden, am Montag in die Zeitung zu blicken, wenn sie gewinnt, so dass wir auch ein Kandidat sind, der vorne mitspielen kann.

SchwabenSoccer: Es gibt aber seitens der Abteilungsleitung oder des Umfeldes keinen Druck, dass der TSV Göggingen aufsteigen müßte?

Jürgen Völk: Das wünschen sich zwar alle, dass ein Traditionsverein wie der TSV Göggingen vorne mitspielt, aber es ist kein Druck da. Trotzdem wünschen sich viele TSVler mal wieder in der Bezirksliga zu spielen. Und die jungen Spieler würden sich wünschen, wieder mal was zu erreichen.

SchwabenSoccer: Wir sehen ja das sie und die Mannschaft der sportliche Ehrgeiz gepackt hat. Wie sieht denn ihre persönliche Zukunft beim TSV Göggingen aus? Ist denn ihr Engagement längerfristig ausgerichtet?

Jürgen Völk: Ich war ja schon mal 4 Jahre hier, war dann 2 Jahre weg, und bin jetzt wieder im 2ten Jahr da. Ich habe mir prinzipiell mal noch 1 Jahr vorgenommen. Diesem liegt ein 3-Jahresplan zugrunde, mit dem wir Schritt für Schritt nach vorne kommen wollen mit dieser jungen Mannschaft. Im dritten Jahr sollte es dann auch, wenn es keine großen Veränderungen in der Mannschaft gibt, dann auch für die Spitze erreichen. Im Moment ist es so, dass die Arbeit dem Trainer Spaß macht, da wir eine rege Trainingsbeteiligung haben und die jungen Spieler sehr engagiert arbeiten. Die Spieler sind lernwillig und man spürt, das etwas entsteht. Trotzdem würde ich, wenn ich Stillstand erkenne, so eine Situation nicht "ertragen" können, weil ich zu ehrgeizig bin. Ich möchte "ankurbeln" und etwas bewegen. Wenn wir einen ordentlichen Saisionverlauf haben, dann steht einer Weiterverpflichtung nichts im Wege. Aber es ist noch viel zu früh, für die nächste Saison etwas zu entscheiden.

SchwabenSoccer: Wenn also die Kontinuität da ist, sprich die tägliche Trainingsarbeit sich auf dem Platz niederschlägt, dann steht auch einer längerfristigen Zusammenarbeit nichts im Wege, oder?

Jürgen Völk: So wie sie es sagen ist es völlig richtig, wenn man den Blick nach vorne richtet. Der Trainer möchte auch höherklassig arbeiten, das ist ein Ziel. Ich könnte mir gut vorstellen, dass auch beim TSV Göggingen zu machen. Wenn man sieht, dass es Schritt für Schritt nach vorne geht, dann möchte man das auch weitergeben.

SchwabenSoccer: Vielen Dank Herr Völk für das Interview und wir wünschen ihnen und ihrem Team eine erfolgreiche Saison in der Kreisliga Augsburg.

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Baykul Gürlek Allianz Hauptvertreter
 

 
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