Interview mit Tommy Mutzbauer, Abteilungsleiter beim SV Klingsmoos | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 10.10.2010 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| SchwabenSoccer hat mit Thomas Mutzbauer, dem Abteilungsleiter des SV Klingsmoos, über die Entwicklung der Fußballabteilung, sein Amt und über die aktuelle Spielzeit in der Kreisklasse Neuburg/Donau Schwaben gesprochen. SchwabenSoccer: Tommy, seit wann wird eigentlich offiziell beim SV Klingsmoos Fußball gespielt? Tommy Mutzbauer: Der Verein ist 1946 gegründet worden und seit dem wird durchgehend Fußball gespielt. In den Anfangsjahren, bis in die 1960er Jahre, war noch eine Abteilung Leichtathletik, die aber mangels Nachfrage dann aufgelöst wurde (Anm. der Redaktion: heute gibt es neben Fußball noch eine Damengymnastikabteilung).
So sah damals das Team aus, welches beim SV Klingsmoos 1946 mit dem Fußall begann (Bildrecht: SV Klingsmoos) SchwabenSoccer: Wie hat sich die Fußballabteilung eigentlich seit damals bis heute von den Mitgliederzahlen her entwickelt? Tommy Mutzbauer: Laut Aussagen der „Alten“ und Niederschriften hat’s damals angefangen mit 13 Mann, die den Verein gegründet haben. Zum heutigen Stand haben wir 450 Mitglieder in der Fußballabteilung. SchwabenSoccer: Wie viele Jugend- und Erwachsenenmannschaften habt ihr in dieser Saison im Spielbetrieb und wie viele Spieler sind dort jeweils gemeldet? Tommy Mutzbauer: Im Seniorenbereich haben wir die Erste und Mannschaft im Spielbetrieb sowie wieder seit 3 Jahren eine AH-Mannschaft, die Freundschaftsspiele austrägt, da vorher die Nachfrage nicht so groß war. Im Jugendbereich ist es so, dass wir von den „Bambinis“ bis zur C-Jugend alles selber abdecken und keine Spielgemeinschaft brauchen. Seit dieser Saison haben wir die B- und A-Jugendlichen bei der JFG Ehekirchen/Pöttmes mit eingegliedert (als Spielgemeinschaft) und haben die Absicht, ab der neuen Saison von die D- bis A-Jugend komplett in die JFG Ehekirchen/Pöttmes einzugliedern, damit wir dort den Spielbetrieb aufrecht erhalten können. Uns geht es genauso wie anderen Vereinen, dass der Nachwuchs a bißerl weniger wird, aufgrund von anderen (Sport)-angeboten und demographischer Entwicklungen. Die Zeiten haben sich etwas geändert. Früher wollte jeder Fußball spielen, jetzt ist das nicht mehr so. Die Maßnahme mit der Spielgemeinschaft dient dazu, jedem Jugendlichen in Klingsmoos, der Lust und Laune hat bei uns Fußball zu spielen, ihm die Möglichkeit dazu zu geben. Im Moment haben wir ca. 120 Jugendliche beim SV Klingsmoos gemeldet, und der Rest sind Erwachsene. SchwabenSoccer: Wie bist du eigentlich persönlich mit dem SV Klingsmoos verbunden und seit wann leitest du dort die Geschicke in der Fußballabteilung? Tommy Mutzbauer: Mein sportlicher Werdegang ist mit dem SV Klingsmoos verbunden. Seit dem 5. Lebensjahr spiele ich dort Fußball. Ich spiele jetzt in der 16. Saison in der Ersten Mannschaft, also seit ich 17 Jahre alt bin (als Torhüter). Abteilungsleiter bin ich jetzt seit 4 Jahren.
Tommy Mutzbauer (im Hintergrund) hat als Torhüter alles im Blick (Bildrecht: SV Klingsmoos) SchwabenSoccer: Was war in der Vergangenheit und was sind heute Aufgabenschwerpunkte, mit denen du dich als Spartenchef beschäftigt hast bzw. beschäftigst? Tommy Mutzbauer: Also in den vergangenen Jahren war es so, dass wir über 3-4 Jahrgänge im Jugendbereich zu wenig Spieler hatten und damit zu wenige Spieler in den Seniorenbereich „rausgerückt“ sind. Wir mussten sehen, ob evtl. von den umliegenden Vereinen Jugendliche zu uns kommen, um den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. In den letzten Jahren, wo wir in der Kreisliga gespielt hatten, war das noch einfacher. Auch wenn wir jetzt in die Kreisklasse abgestiegen sind, ist es so, dass seit letzter Saison das „Loch“ in der Jugend nicht mehr so groß ist. Wir haben in dieser Saison 8 Jugendspieler „rausbekommen“, wovon 4-5 im Kader der Ersten Mannschaft und die anderen in der Zweiten Mannschaft gut mit dabei sind. Wir wollen die Spieler der Ersten und Zweiten Mannschaft aus dem eigenen Verein stellen. Das ist eigentlich unsere Philosophie im Verein. SchwabenSoccer: Sprechen wir doch über die aktuelle Spielzeit in der Kreisklasse Neuburg a.d. Donau. Die Erste Mannschaft des SV Klingsmoos „sonnt sich derzeit an der Tabellenspitze“ mit dem punktgleichen TSV Ober-/Unterhausen. Was hat den Spielertrainer Deniz Samsa und die Mannschaft richtig gemacht, dass es so gut läuft? Tommy Mutzbauer: In der letzten Saison haben wir in der Winterpause einen Trainerwechsel vollzogen und uns von Thomas Irro getrennt, da wir in der Vorrunde zu wenig Punkte geholt hatten, mit dem Kader wo man eigentlich zur Verfügung hatte. Wir waren mit dem Tabellenplatz zum damaligen Zeitpunkt nicht zufrieden. Wir hatten großes Glück, dass wir so einen Mann wie Deniz Samsa bekommen haben. Manche kennen Deniz ja noch vom TSV Aindling. Über ein paar Bekannte haben wir erfahren, dass er seit 3-4 Jahren mit dem Gedanken gespielt hat, als Spielertrainer zu arbeiten. Und wir sind uns da ziemlich schnell einig geworden. Der Deniz macht bei uns hervorragende Arbeit, auch wenn wir den Klassenerhalt letzte Saison nimmer ganz geschafft haben. Der Grund lag einfach darin, dass wir in der Vorrunde nicht genug Punkte geholt hatten. Er selbst hatte schon damals gesagt, dass er längerfristig etwas aufbauen möchte, also seine Handschrift zu sehen. Die aktuelle Tabellenplatzsituation kommt nicht von ungefähr. Er versteht sich super mit der Mannschaft und auch mit den jungen Spielern, die jetzt nachgerückt sind. Im Training können nicht nur die jungen, sonder auch die „reiferen“ Spieler etwas von ihm lernen. Deniz Samsa ist sowohl menschlich als auch als Trainer gesehen hervorragend, ein Vorbild. Das ist genau das, was wir uns vorgestellt hatten.
SchwabenSoccer: Du beobachtest ja das Team von innen und außen. Wo gibt es noch Verbesserungspotential? Tommy Mutzbauer: Verbesserungspotential wird es immer geben, in jeder Fußballmannschaft. Bei uns ist es durch den ganz guten Start in dieser Saison so, dass wir am Anfang dominiert haben. Wir konnten das Tempo aus der Kreisliga mitnehmen, da ein Unterschied zwischen Kreisliga und Kreisklasse besteht. Durch den Start und die höheren Ergebnisse sind eventuell manche jüngeren Spieler etwas „abgehoben“ und haben gedacht, dass es so weiter geht. Die Gegner stellen sich jetzt immer mehr auf uns ein. Und vielleicht sind es dann so die 10%, die weniger da sind, auch wenn wir kein Spiel bisher verloren haben. Wir müssen von den Leistungen noch etwas stabiler werden, da wir im Moment das Tempo noch nicht über 90 Minuten gehen können. Wir sind aber auf einem guten Weg. Die bisherigen Spiele in der Kreisklasse Neuburg/Donau:
SchwabenSoccer: Hat die Erste Mannschaft die Qualität und Quantität, über eine ganze Saison hinweg vorne mitzuspielen? Tommy Mutzbauer: Wir haben durch die jungen Spieler einen ausreichend großen Kader. Bisher hatten wir auch nur leichte Verletzungen und keiner ist länger ausgefallen. 2-3 Spieler könnten wir auf jeden Fall kompensieren. Was die Leistungsträger betrifft, ist das für jede Mannschaft schwer, wenn diese ausfallen. Also von der Qualität und Quantität glaube ich, dass wir vorne mitspielen können. SchwabenSoccer: Sportlich läuft es ja top. Honorieren das die Zuschauer mit ihrem Kommen? Wie viele Zuschauer habt ihr im Durchschnitt? Tommy Mutzbauer: Der Zuschauerschnitt ist aktuell bei ca. 150 Zuschauern. Auch vergangene Saison, wo wir im Tabellenkeller der Kreisliga standen und die Ergebnisse nicht stimmten, war es so, wenn die Mannschaft Einsatz gezeigt hat, dass das Publikum das honoriert hat. In den Derbys gegen Ehekirchen und Untermaxfeld hatten wir letzte Saison noch mehr Zuschauer. Diese Saison bin ich aber absolut zufrieden. Unsere Zuschauer stehen immer hinter uns, ob es gut oder schlecht läuft. SchwabenSoccer: Abschließend gefragt. Wie sieht’s denn mit dem Sponsoring bei euch aus? Tommy Mutzbauer: In den letzten Jahren ist das Sponsoring immer etwas weniger geworden. Bei manchen Firmen, denen es nimmer so gut ging, „steht das Geld nicht immer so locker“. Bei uns haben wir durch manche Aktivitäten wie Weinfeste, Weihnachtsmarkt oder Papiersammlung etc., also durch Eigeninitiative, geschaut, dass einiges in die Vereinskasse hineinkommt. Das ist zwar a bißerl Mehraufwand, aber bis jetzt ziehen alle Mitglieder gut mit. Wir haben, glaube ich, eine der schönsten Sportanlagen, im Landkreis Neuburg/Schrobenhausen und sind schuldenfrei. Aus finanzieller Hinsicht bin ich mehr als zufrieden.
Hier spielt der SV Klingsmoos (Bildrecht: SV Klingsmoos) SchwabenSoccer: Vielen Dank Tommy Mutzbauer für das Interview und wir wünschen dir und dem SV Klingsmoos eine erfolgreiche Saison in der Kreisklasse Neuburg/Donau.
Heute steht der 10. Spieltag in der Kreisklasse Neuburg/Donau an: 10.10.10 15:00 SV Holzheim/Neuburg - SV Klingsmoos 10.10.10 15:00 SV Baar - SV Weichering10.10.10 15:00 SV Feldheim - SV 1946 Waidhofen 10.10.10 15:00 SV Bertoldsheim - FC Ehekirchen 10.10.10 15:00 TSV Ober-/Unterhausen - SV Grasheim 10.10.10 15:00 SpVgg Unterstall-Joshofen - FC Illdorf 10.10.10 15:00 SC Rohrenfels - FC Rennertshofen
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