Interview mit Manfred Böhme, Abteilungsleiter beim SV Ettenbeuren | ||||
| 08.12.2009 | ||||
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SchwabenSoccer hat mit Abteilungsleiter Manfred Böhme über die aktuelle sportliche Situation beim SV Ettenbeuren in der Kreisliga West gesprochen
Abteilungsleiter Manfred Böhme (Bildrecht: SV Ettenbeuren) SchwabenSoccer: Herr Böhme, der SV Ettenbeuren ist zur Winterpause Tabellenführer der Kreisliga West mit 36 Punkten, 1 Punkt vor dem SC Ichenhausen. Da kann man doch mehr als zufrieden sein, oder? Manfred Böhme: Wir sind sehr zufrieden. Die letzte Saison war ja bis zum Ende sehr spannend und wir sind dann als 6-ter in die Sommerpause gegangen, mit 3 Punkten Rückstand auf den Aufsteiger TSV Krumbach. Das war für uns ein hervorragendes Ergebnis. Unser Ziel für diese Saison war deshalb, besser zu sein als letzte Saison. SchwabenSoccer: Welchen Anteil hat denn der Trainer Michael Groß am sportlichen „Höhenflug“? Manfred Böhme: Für uns ist Trainer Michael Groß ein super Glücksgriff. Er ist in der Winterpause 2006/2007 zu uns gekommen und macht hervorragende Arbeit bei uns. Er hat bei uns einiges bewegt, sprich auf dem Platz, aber auch mit seiner Trainingsarbeit, welche er den Spielern vermittelt. SchwabenSoccer: Planen sie mit ihm längerfristig? Manfred Böhme: Ich bin mit ihm im Gespräch, ob er bei uns auch eine 4. Saison verlängert. Er hat mir signalisiert, dass es auf jeden Fall machbar ist.
Trainer Michael Groß (Bildrecht: SV Ettenbeuren) SchwabenSoccer: Kommen wir doch auf die Mannschaft zu sprechen. Sie haben mit nur 12 bekommenen Toren die beste Abwehr der Liga. Ist das der Schlüssel zum Erfolg? Manfred Böhme: Es ist mit Sicherheit ein Schlüssel zum Erfolg. Wenn ich nur an unseren Routinier und Torwart Markus Vogele denke, dann gibt dieser unserer Abwehr mit seiner Cleverness und seiner höher klassigen Spielweise (aus früheren Jahren) Sicherheit.
Markus Vogele (Bildrecht: SV Ettenbeuren) SchwabenSoccer: Würden sie aus ihrer Sicht neben Markus Vogele einen oder bestimmte Spieler derzeit aufgrund ihrer Leistung hervorheben? Manfred Böhme: Ich möchte eigentlich keinen Spieler hervorheben. Wir haben ein komplett geschlossenes Team, welches immer motiviert ist, ob im Training oder in den Punktspielen. Es passt einfach alles. Was für uns diese Saison noch ein zusätzlicher Motivationsschub war bzw. ist, ist die Rückkehr von Christian Streitel von der TSG Thannhausen, welche mit Sicherheit einiges bewegt hat.
Christian Streitel (Bildrecht: SV Ettenbeuren) SchwabenSoccer: Wenn man sich den aktuellen Kader ansieht, wie viele Spieler sind denn einheimische bzw. auswärtige Spieler? Bzw. weiter gefragt, gibt es denn auch Spieler aus dem Jugendbereich, die den Sprung in die erste Mannschaft geschafft haben? Manfred Böhme: Wir haben ein Team aus vielen eigenen Spielern, wobei zwei Spieler auswärtig sind, die aber mehrere Jahre bei uns spielen. Das ist für uns ein Glücksgriff mit dem Michael Groß, da er jedes Jahr die Jugendspieler mit einbaut. Das kommt daher, dass wir seit mehreren Jahren eine sehr gute Jugendarbeit geführt haben. Deshalb kommt es saisonweise dazu, dass der ein oder andere Jugendspieler im Kader der Ersten Mannschaft berücksichtigt wird. SchwabenSoccer: Als Abteilungsleiter hoffen sie ja auch auf reges Interesse der Zuschauer. Schlägt sich eigentlich der sportliche Erfolg in den durchschnittlichen Zuschauerzahlen pro Heimspiel nieder? Manfred Böhme: Ich beobachte die letzten Saisonen, wenn wir Lokalderbys zu Hause haben, z.B. gegen den SC Ichenhausen, FC Grün-Weiß Ichenhausen oder den TSV Burgau, dass der Zuschauer schon auf den Sportplatz geht. Im Allgemeinen ist es aber nicht so, wie ich es mir wünschen würde. Normalerweise haben wir so 100-120 Zuschauer pro Spiel, wobei es bei Derbys schon mal 300 Zuschauer sein können. Da wir schon die 3. Saison in der Kreisliga spielen und die letzten Jahre immer vorne dabei waren, würde ich mir aber schon mehr Zuschauer wünschen. SchwabenSoccer: Gibt es da bestimmte Gründe, warum aus ihrer Sicht die Zuschauerzahl nicht wie erwartet erreicht wird, z.B. aufgrund der Fußballanstoßzeiten im Profibereich? Manfred Böhme: Ich weiß nicht, woran es liegt. Die Anstoßzeiten sind für mich weniger ein Grund. Auch wenn es seit dem Aufstieg in die Kreisliga mit den Zuschauerzahlen besser geworden ist, könnte es aus meiner Sicht besser sein. SchwabenSoccer: Kommen wir doch auf die Rückrunde zu sprechen. Wenn man sich die Tabelle ansieht, dann werden sie wohl die gejagte Mannschaft in der Rückrunde sein, da auch der TSV Burgau und der TSV Ziemetshausen mit jeweils 2 bzw. 4 Punkten knapp hinter dem SV Ettenbeuren stehen. Wie sehen sie das Meisterschafts- bzw. Aufstiegsduell? Manfred Böhme: Ich denke, dass es mit Sicherheit die gleiche Geschichte wird wie letzte Saison. Die ersten vier bis fünf Mannschaften werden um den Aufstieg mitspielen. Da ist neben uns der SC Ichenhausen, der TSV Burgau, TSV Ziemetshausen und evtl. der SV Mindelzell dabei, wobei das davon abhängt, wie die aus der Winterpause rauskommen. SchwabenSoccer: Wäre denn eigentlich der SV Ettenbeuren sowohl sportlich als auch finanziell gesehen für die Bezirksliga gerüstet? Manfred Böhme: Sportlich gesehen mit Sicherheit, weil wir eben das Plus haben, einige Jahre mit einem eingespielten Kader zu spielen und trotzdem eine junge Mannschaft haben. Finanziell gesehen müssten wir schauen, was da alles auf uns zukommt, und uns mit Sicherheit Überlegungen machen. SchwabenSoccer:Vielen Dank Herr Böhme für das Interview und wir wünschen ihnen und dem SV Ettenbeuren eine erfolgreiche Saison in der Kreisliga West.
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