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Interview mit Leo Solich, Abteilungsleiter beim FC Gerolsbach

21.10.2009



SchwabenSoccer
hat mit Abteilungsleiter Leo Solich über die aktuelle sportliche Situation beim FC Gerolsbach gesprochen.


Leo Solich, Abteilungsleiter des FC Gerolsbach
(Bildrecht: www.fc-gerolsbach.de)

SchwabenSoccer:  Herr Solich, der FC Gerolsbach ist derzeit eindrucksvoller Tabellenführer der Kreisklasse Aichach, 5 Punkte vor dem Tabellenzweiten FC Griesbeckerzell. Das entspricht doch ihren Erwartungen und denen der sportlichen Konkurrenz?

Leo Solich: Ja, auf alle Fälle. Das war von Anfang an unser Ziel vorne mitzuspielen. Wir haben immer an unsere Mannschaft geglaubt, und das ist genau das, was wir wollten.

SchwabenSoccer: Was sind die Gründe für die Dominanz des FC Gerolsbach in der Liga?

Leo Solich: Meiner Meinung nach ist der Grund eine gewachsene Mannschaft aus der Jugendarbeit heraus. Wir  haben keine Legionäre und bezahlten Spieler in Gerolsbach. Alle Spieler kommen aus der eigenen Jugend und das ist der Grundstock für den momentanen Erfolg.

SchwabenSoccer: Man kann also sagen, dass die Jugendarbeit das Geheimnis des Erfolges ist?

Leo Solich: Ja, das ist mit Sicherheit das Geheimnis des Erfolges.

SchwabenSoccer: Sie haben ja mit Sascha Brosi einen Spielertrainer, der u.a. auch höher klassig gespielt hat (z.B. beim FC Affing in der Landesliga). Welchen Anteil hat er denn am augenblicklichen sportlichen Erfolg?

Leo Solich: Er  hat einen sehr großen Anteil am sportlichen Erfolg. Er ist sehr nahe an der Mannschaft dran und ist absolut ein Fußballfachmann. Er ist wirklich der Mann, den wir gebraucht haben, um unserer Mannschaft den letzten Schliff zu geben.

SchwabenSoccer: Sie sprechen in großen Tönen von Sascha Brosi. Wie lange läuft denn noch der Vertrag mit ihrem Trainer? Oder hat er selbst schon angedeutet, dass er bereits im Winter für die kommende Saison verlängern würde?

Leo Solich: Wir werden uns nach der Vorrunde zusammensetzen und darüber sprechen, ob er den Vertrag verlängert oder nicht. Es ist noch nichts besprochen. Mein Gefühl sagt mir aber, dass er weiter macht.

SchwabenSoccer: Gibt es denn schon Tendenzen, ob irgendwelche Spieler neu dazukommen bzw. den Verein verlassen? Wird sich die Mannschaft in der Winterpause verändern?

Leo Solich: Es sind noch keine Gespräche geführt worden. Wir werden die Gespräche mit unseren bestehenden Spielern und eventuellen Neuzugängen im November führen.

SchwabenSoccer: Der Monat November ist damit der Monat der Entscheidungen?

Leo Solich: Ja, dieser Monat wird richtungsweisend für die nächste Saison sein.

SchwabenSoccer: Meinen sie, dass die Mannschaft das aktuelle Niveau über den Winter hinaus halten kann?

Leo Solich: Ich denke ja. Die Mannschaft ist topfit. Wenn es keine gravierenden Verletzungen gibt, dann können wir den Standard halten.

SchwabenSoccer: Als Abteilungsleiter hoffen sie ja auch, dass sich der sportliche Erfolg in den Zuschauerzahlen niederschlägt. Ist das der Fall?

Leo Solich: Wir haben die Erfahrung gemacht, dass von den umliegenden Vereinen immer mehr Zuschauer kommen, um sich den FC Gerolsbach anzuschauen, weil wir aus deren Sicht einen tollen Fußball spielen. Das schlägt sich auf alle Fälle auf die Zuschauerzahlen nieder. Wir haben natürlich auch sehr viele Derbys, bei denen wir 300-350 Zuschauer haben.
Wir haben gegenüber der letzten Saison eine Steigerung von 50-60 Zuschauern pro Spiel. Im Schnitt haben wir also 250-300 Zuschauer pro Spiel in dieser Saison.

SchwabenSoccer: Man kann also sagen, dass sie trotz mehr Fußball im Fernsehen dem aktuellen Trend (der zurückgehenden Zuschauerzahlen im Amateurfußball) widersprechen?

Leo Solich: Auf alle Fälle.

SchwabenSoccer:  Es scheint, dass der sportliche Erfolg  bei den Gönnern und Fans des FC Gerolsbach eine Welle der Euphorie ausgelöst hat?

Leo Solich: Das würde ich auf alle Fälle sagen.

SchwabenSoccer: Sind denn die nächsten sportlichen Aufgaben entscheidend für die Zukunftsplanung?

Leo Solich: Ja, mit Sicherheit. Wir wollen bis zur Winterpause noch unsere Punkte einfahren. Was unsere Gegner machen interessiert uns nicht. Wir schauen nur auf uns und nicht auf unsere Gegner.

SchwabenSoccer: Gehen sie denn davon aus, dass neben dem FC Griesbeckerzell noch jemand anders um den Aufstieg mitspielt?

Leo Solich: Ich bin überzeugt, dass der FC Affing II noch ein gewichtiges Wörtchen um den Aufstieg mitreden wird.

SchwabenSoccer: Wohl auf aufgrund der Tatsache, dass die Erste Mannschaft des FC Affing in der Landesliga spielt?

Leo Solich: Ganz genau. Es könnte durchaus sein, dass der FC Affing II gezielt verstärkt wird. Wir haben heuer noch den FC Affing II zu Hause, aber ich denke nicht, dass der FC Affing II zu diesem Zeitpunkt übermäßig verstärkt wird.

SchwabenSoccer:  Gehen wir mal davon aus, dass der FC Gerolsbach den Aufstieg schafft. Würden sie denn die Mannschaft so verstärken, um auch in der Kreisliga vorne mitspielen zu können? 

Leo Solich: Mit Sicherheit nicht mit Geld. Wenn jemand zu uns wechseln will, dann gerne. Aber wir werden kein Geld in diese Mannschaft investieren. Das ist unsere Philosophie. Sportlicher Erfolg ja, aber nicht mit immensen Summen. 

SchwabenSoccer: Die von ihnen angesprochene Philosophie, eigenen Jugendspielern eine Chance zu geben, wird ja auch öfters im Profibereich gefordert. Sie versuchen anscheinend diese Philosophie im Amateurbereich umzusetzen, sprich gezielt auf die eigene Jugendarbeit zu setzen und die Erste Mannschaft dadurch zu entwickeln?

Leo Solich: Ja, genau. Mit dieser Philosophie möchten wir die Erste Mannschaft konkurrenzfähig machen. Das ist die Philosophie des Vereins und dazu steht die ganze Vorstandschaft.

SchwabenSoccer: Das könnte auch bedeuten, dass man weiterhin sehr gute Jugendspieler in die Erste Mannschaft bringt, um dann evtl. (in der Zukunft) wieder um den Aufstieg zu spielen?

Leo Solich: Das könnte durchaus passieren.

SchwabenSoccer: Gehen wir doch einen Schritt  weiter. Wäre es für sie ein Traum eines Tages mit dem FC Gerolsbach auch in der Bezirksliga zu spielen?

Leo Solich: Ja, mit Sicherheit. Das würde ich mir sehr wünschen.

SchwabenSoccer: Wäre möglicherweise die Bezirksliga auch vom Umfeld (z.B. den Zuschauern) gewünscht? Das würde natürlich auch heißen, dass mehr Zuschauer kommen wenn man höherklassig spielt?

Leo Solich: Ja. Wir haben natürlich den geographischen Vorteil, dass wir im Dreieck zwischen Pfaffenhofen, Schrobenhausen und Aichach liegen. Das ist natürlich ein Einzugsgebiet.

SchwabenSoccer: Es scheint, dass der attraktive Fußball die Massen anzieht?

Leo Solich: Ja, das ist mit Sicherheit so.

SchwabenSoccer: Vielen Dank Herr Solich für das Interview und wir wünschen ihnen und dem FC Gerolsbach eine erfolgreiche Saison in der Kreisklasse Aichach.

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