Interview mit Bernd Reinhardt vom SV Stadtwerke | ||||
| 09.10.2009 | ||||
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Schwaben Soccer hat mit Trainer Bernd Reinhardt über den verpassten Aufstieg in der letzten Saison und die aktuelle sportliche Situation beim SV Stadtwerke gesprochen.
SchwabenSoccer: Bernd, ihr habt ja letzte Saison relativ unglücklich im zweiten Aufstiegsspiel gegen den TSV Ottobeuren (1:5 n.V.) den Aufstieg in die Bezirksliga verpasst. Wie „schmerzhaft“ war denn diese Erfahrung nicht nur für die Mannschaft und dich als Trainer, sondern auch für den Verein? Bernd Reinhardt: Ja, für den Verein war es insofern nicht schmerzhaft, da wir uns ziemlich schnell weiterentwickelt haben und unter Umständen der Aufstieg in die Bezirksliga zu früh gekommen wäre. Trotzdem muss ich sagen, dass es für mich und die Mannschaft schmerzhaft war, weil wir letztes Jahr eine super Mannschaft hatten. Und dadurch, dass wir nicht aufgestiegen sind, mussten wir gute Leute abgeben, die sich auch höherklassig weiterentwickeln wollten. Ein Beispiel wäre Emer Özer, der zum Landesligisten TSV Landsberg gegangen ist. So ein Spieler wäre auch in der neuen Saison geblieben, wenn der Aufstieg gelungen wäre. Leider habe ich diverse Spieler nicht mehr zur Verfügung. Aus dieser Sicht war es schon schmerzhaft, nicht aufzusteigen. Wir waren ja eigentlich schon in der Bezirksliga, kassierten aber im Relegationsspiel in der Nachspielzeit ein Tor und haben das Spiel dann verloren. Deshalb war es für uns alle schon sehr schmerzhaft. SchwabenSoccer: Ihr seid ja derzeit auf Tabellenplatz 5 in der Kreisliga Augsburg (21 Punkte), zwei Punkte hinter dem Relegationsplatz und drei Punkte hinter dem Tabellenführer Kaufering. Bist du denn mit der aktuellen Tabellenplatzsituation zufrieden? Bernd Reinhardt: Ja, ich bin schon zufrieden. Wie du gesagt hast, sind es ja nur zwei Punkte auf den Relegationsplatz und drei Punkte auf den Ersten. Ich musste aber wie gesagt meine besten Leute abgeben, gerade im Sturm, und habe eigentlich nur junge Spieler aus dem Umkreis dazu bekommen (z.B. TSV Kriegshaber, TSV Friedberg), teilweise auch unterklassig und sowohl aus dem Jugenbereich vom BCA Oberhausen. Deshalb bin ich und wir alle mit der Platzierung sehr zufrieden, da ich nicht erwartet hatte, dass wir diese Saison so weit wieder vorne mitspielen. SchwabenSoccer: Ihr habt ja mit Jochen Hofmann, Stefan Böck und Albert Dujaka Spieler in euren Reihen, die schon relativ hoch gespielt haben (u.a. Regionalliga, Bayernliga, Landesliga). Wie wichtig sind denn diese „erfahrenen“ Spieler, um evtl. in dieser Saison wieder vorne mitzuspielen? Bernd Reinhardt: Also, der wichtigste Spieler für mich und die Mannschaft ist Jochen Hofmann, der ja früher schon beim FC Augsburg in der Regionalliga gespielt hat. Er leitet mit seiner Erfahrung die jungen Spieler und führt diese auf dem Platz. Stefan Böck ist mit seiner Verletzung leider noch nicht so weit, macht aber seine Sache als Co-Trainer super, so dass ich ihn absolut brauchen kann. Stefan ist aber noch nicht so fit und kann deshalb die jungen Leute noch nicht auf dem Platz führen, wie ich mir das vorstelle. Albert Dujaka ist natürlich auch ein erfahrener, älterer Spieler, der sehr wichtig ist für die Mannschaft. Wie aber gesagt ist für mich der absolute Führungsspieler Jochen Hofmann, da mit ihm die ganze Mannschaft steht und fällt. SchwabenSoccer: Ihr müsst ja demnächst zu Hause gegen den TSV Margertshausen (Platz 9) und dann beim aktuellen Tabellenzweiten ASV Hiltenfingen antreten. Was rechnest du dir in beiden Spielen aus? Bernd Reinhardt: Natürlich wollen wir zu Hause immer gewinnen. Den TSV Margertshausen kenne ich persönlich sehr gut. Das ist keine unbekannte Mannschaft, auch wenn sie aus der Bezirksliga kommen. Trotzdem sind hier drei Punkte eingeplant. Mit dem ASF Hilfenfingen hatten wir schon letztes Jahr ein schweres Spiel. Zu Hause drei Punkte, auswärts ein Punkt, so ist unsere Zielsetzung. SchwabenSoccer: Zweifellos scheint der SV Stadtwerke qualitativ das Potential zum Aufstieg zu haben. Setzt du dich selber unter Druck dieses Ziel zu erreichen oder siehst du das ganz gelassen? Bernd Reinhardt: Nein, wenn dann setze ich mich selber unter Druck. Ich wollte bereits letztes Jahr unbedingt aufsteigen, was ich bereits gegenüber Schwaben Soccer erwähnt habe. Ich möchte immer erfolgreich Fußball spielen und habe immer das Ziel Aufstieg, sonst würde ich die ganze Sache nicht machen. Dieses Ziel muss man als Sportler haben, immer weiter zu kommen. Und wie du erwähnt hast, sind wir von der Qualität her Favorit in der Liga. Deshalb muss immer das Ziel sein, aufzusteigen. SchwabenSoccer: Bernd, wir sehen, dass du ein sehr ambitionierter Trainer bist. Wie stellst du dir denn deine persönliche Zukunft beim SV Stadtwerke vor? Würdest du dort gerne länger tätig sein wollen? Bernd Reinhardt: Ja, ich bin jetzt schon das dritte Jahr als Trainer beim SV Stadtwerke tätig. Wir haben einen sehr ambitionierten Abteilungsleiter mit Peter Billy und einen zweiten wichtigen Mann, mit Udo Steinberger. Die Zusammenarbeit klappt hervorragend. Ich habe auch wirklich gute Leute zum Verein geholt (Jochen Hofmann, Stefan Böck). Im Moment gefällt es mir beim SV Stadtwerke. Ich kann mir schon vorstellen, dass ich hier bleibe. SchwabenSoccer: Bernd, du hast selbst schon mal höherklassig gespielt (u.a. Bayernliga, Landesliga). Du hast dir ja beim SV Stadtwerke einen Namen gemacht und an der Bezirksliga „geschnuppert“. Unsere Fans bei Schwaben Soccer würde es natürlich interessieren, ob du als Trainer schon mal eine Anfrage von einem höherklassigen Verein hattest? Bernd Reinhardt: Ich hatte letztes Jahr Anfragen aus der Bezirksliga, aber keine höherklassigen Angebote. SchwabenSoccer: Vielen Dank Bernd für das Interview und wir wünschen dir und deinem Team eine erfolgreiche Saison in der Kreisliga Augsburg.
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