|  FCM-Vorsitzender Armin Buchmann (Foto: Olaf Schulze)
Memmingen (ass).
Eigentlich war der Fußball-Regionalligist FC Memmingen zuversichtlich, dass es endlich mit einem Freundschaftsspiel gegen den FC Bayern München klappen könnte. Es kommt aber nicht zustande. Angeklopft hatte der FCM schon mehrfach, zuletzt im Jubiläumsjahr 2007 ohne dass etwas aus einem Gastspiel geworden ist. Beim neuerlichen Versuch war Bayern-Präsident Uli Hoeness selbst der Mutmacher. Er forderte den FCM-Vorsitzenden Armin Buchmann bei einem Zusammentreffen am Rande des Ulmer Wirtschaftsforums auf, an Manager Christian Nerlinger zu schreiben und sich auf das Gespräch zu beziehen. Aus der Bayern-Geschäftsstelle kam aber nur eine Standard-Absage „mit der Bitte um Verständnis“ und den Verweis auf den „vollen Terminkalender“.
Enttäuschend nicht nur für Buchmann, sondern auch für die vielen Bayern-Fans in der Region, zumal sich die Absage endgültig anhört und Nerlinger nicht einmal auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet. Für andere hatte sich der Rekordmeister dagegen immer wieder mal auch kurzfristig freigemacht. Was Buchmann ärgert ist die Tatsache, dass der FC Bayern dagegen immer mal kurzfristig als Retter bei Pleiteclubs auftritt. In den vergangenen Jahren ohne Antrittsgage beispielsweise bei Sankt Pauli, Chemnitz, Bayreuth, Erfurt, Darmstadt (das Fernsehgeld dieser Partie wurde übrigens 2008 an die schon damals insolvenzbedrohten Ulmer überwiesen) und jetzt am 14. Juli bei Carl-Zeiss Jena.
Deshalb ließ Buchmann ein weiteres Schreiben an die Bayern-Zentrale los – diesmal an Hoeness persönlich. Darin heißt es, „dass die Hilfsbereitschaft insolvenzbedrohten Traditionsvereinen mit Benefizspielen zu helfen, an Großmut kaum zu übertreffen ist“. Die Schlussfolgerung des FCM-Vorsitzenden folgt gleich darauf: „Einem Verein wie dem FC Memmingen, der durch nachhaltiges seriöses Wirtschaften dieses Szenario mit aller Macht vermeiden möchte, wird im Umkehrschluss jede Chance auf ein solches Freundschaftsspiel genommen“. Ob Buchmann sich eine Antwort vom Bayern-Boss erwartet? „Ich denke nein. Aber ich wollte das einfach mal loswerden“.
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