Damen-Bayernliga: Was ist los bei der SpVgg Kaufbeuren? | ||||
| 12.10.2010 | ||||
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„Eine charakterlich so intakte Mannschaft wie ihr es seid, wünscht sich jeder Trainer in Deutschland“. Interimscoach Hans-Peter Kahmann musste mit seinem Kreisliga-Team eine bittere 1:22-Niederlage im Bayernliga-Spiel gegen den SC Regensburg einstecken. Grund hierfür war, dass die Spielerinnen der ersten Mannschaft ihren Einsatz boykottierten, weil eine Woche zuvor Trainer Siamak Amani wegen Erfolglosigkeit entlassen wurde.
Hans-Peter Kahmann war am Wochende um seine Aufgabe nicht zu beneiden (Bildrecht: SpVgg Kaufbeuren) Die Chancen gegen den Regionalliga-Absteiger etwas zu reißen, standen schon vor Anpfiff nicht gerade rosig. Doch Svea Nannen, U17-Spielerinnen bei der SVK brachte ihre ersatzgeschwächte Mannschaft sensationell mit 1:0 in Führung. Doch dann schwanden die Kräfte und die Überlegenheit der Oberpfälzer machte sich auf dem Platz bemerkbar. Das Ergebnis war an diesem Tag sekundär. Interimstrainer Hans-Peter Kahmann würdigte das Auftreten seiner Spielerinnen. „Das war in Sachen Sportsgeist, Courage und Opferfälligkeit alles, aber auch wirklich alles“. Er sei wahnsinnig stolz auf seine Spielerinnen. „Ihr seid der Ferrari in der Garage der SVK. Auch was die Einstellung zum Sport angeht, bin ich sehr stolz auf diese Truppe. Wir haben alles richtig gemacht“. Schon vor dem Spiel machten negative Einträge von Ex-Bayernliga-Trainer Siamak Amani auf der Internetplattform „Facebook“ die Runde. Trauriger Höhepunkt war, dass die komplette erste Frauenmannschaft ihren Einsatz boykottierte. Geschlossen und demonstrativ saßen sie auf der Bühne und erfreuten sich über die Vorstellung ihrer Mannschaftskolleginnen. „Was die Spielerinnen da ablieferten war unterste Schublade“, betont der bei den Bayernliga-Spielerinnen in die Kritik geratende Frauenabteilungsleiter Armin Böck. Er spricht sogar von Vereinsschädigung. Dass mittlerweile die stellvertretende Abteilungsleiterin Astrid Seitz und die Assistentin Peggy Essenwanger ihre Ämter mit sofortiger Wirkung niederlegten, kommt noch hinzu. Armin Böck hat es derzeit nicht leicht (Bildrecht: SpVgg Kaufbeuren)
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