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Die Erleichterung war ihnen nach dem Schlusspfiff im Gesicht anzusehen. Erst im 10. Bayernligaspiel hat die SpVgg Kaufbeuren zugeschlagen. Auswärts beim TSV Pfersee Augsburg gewannen die Ostallgäuer am Ende glücklich, aber nicht unverdient mit 2:1. Kaufbeuren bleibt aber weiterhin aufgrund des desolaten Torverhältnisses auf dem letzten Tabellenplatz. „Das hat mit Fußball nichts mehr zu tun“. Michael Frembs konnte die ersten 45 Minuten im Endspielkrimi gegen die Fuggerstädter nicht anschauen. „Das war eine reine Katastrophe“, bringt es der Interimscoach und Teamchef der Bayernliga-Truppe auf den Punkt. „Meine Spielerinnen hatten einfach Angst vor den eigenen Fehlern“. Bereits in der 11. Minute gingen die Gastgeber mit 1:0 in Führung.

Michael Frembs (Bildrecht: SpVgg Kaufbeuren)
In der Pause rüttelte Frembs seine Mannschaft richtig wach. „Die Ansprache war deutlich“, so der Chef der Bayernliga-Truppe. „Jetzt oder nie! Ob es jetzt 0:1 oder 0:3 am Ende heißt, wir haben nichts zu verlieren“. Und genau das befolgte seine Mannschaft. Sie waren nicht mehr wieder zu erkennen. Was noch in den ersten 45 Minuten als Angsthasenfußball durchging, entwickelte sich auf Seiten der Kaufbeuren zu einem richtig ansehnlichen Spiel. „Natürlich gehört in der mehr als schwieriger Phase auch Glück dazu, doch das haben sich meine Spielerinnen heute verdient“, so Frembs in seiner Analyse nach dem Spiel.
Bettina Endres sorgte mit ihrem zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich in der Fremde wieder für einen Funken Hoffnung bei ihren Mannschaftskolleginnen. Und als sechs Minuten vor Schluss Peggy Essenwanger das 2:1 erzielte, musste die SVK das Ergebnis nur noch über die Zeit retten. „Das entscheidende Tor zu machen, war sicher für mich persönlich ein ganz tolles und schönes Gefühl“, erzählt die 30-jährige. Es sei eine super Mannschaftsleistung gewesen. „Es ist ganz wichtig, dass wir die endlich drei Punkte nach Kaufbeuren geholt haben und das hat sich jede einzelne Spielerin und auch die komplette Crew der SVK-Frauen hoch verdient“, so Essenwanger.
Selbst Teamchef Michael Frembs fiel eine Last ab. „Da ist jeder Spielerin nicht nur ein Felsbrocken, sondern ein ganzes Gebirge weggefallen“, erzählt der SVK-Trainer. Wichtig sei gewesen, dass die SVK in den zweiten 45 Minuten das Heft in die Hand nahm und ihr Spiel dem Gegner aufdrückte. Der Ball lief deutlich besser, Kaufbeuren nahm die Zweikämpfe an zwang den Gegner zu Fehlern. „Es war so wichtig dieses Spiel zu gewinnen“, freut sich Frembs mit der Mannschaft über den ersten Saisonsieg überhaupt.
Vielen Dank Stefan Günter
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