Bayernligisten sagen JA zur Regionalliga-Reform | ||||
| 05.10.2010 | ||||
| Bayerns Oberligisten fordern tiefgreifende Reform der Regionalliga! „Wendelsteiner Anstoß“ JA zur Regionalliga-Reform! TOP-Amateure und TOP-Talente - gemeinsam in acht regionalen Oberligen!Die 18 Vereine der Bayernliga (Oberliga Bayern) und der Bayerische Fußball- Verband (BFV) beteiligen sich seit längerem mit großem Engagement an der Diskussion um die Reform der Regionalligen, weshalb sie ein „8-Oberligen“-Reformmodell entwickelt und als Antrag zum DFB-Bundestag eingebracht haben. Im Kern aller Überlegungen des Bayerischen Fußball-Verbandes und seiner Amateurspitzenvereine steht das vorrangige Ziel, unterhalb der drei nationalen Profiligen sportlich attraktiven und wirtschaftlich machbaren Amateurspitzenfußball zu organisieren und zugleich den besten Talenten aus den Nachwuchsleistungszentren der Profivereine attraktive Spielmöglichkeiten zu verschaffen. Verwirklichen lässt sich das nur, wenn Profis und Amateure miteinander, d.h. DFB-Landes- und Regionalverbände und die Deutsche Fußball-Liga (DFL) sich gemeinsam unter dem Dach des DFB auf eine Lösung verständigen, die diesen beiden – mitunter gegenläufigen - Zielsetzungen gerecht wird. Die Spitzenvereine des bayerischen Amateurfußballs und die Führung des BFV haben sich am 4. Oktober 2010 in Wendelstein bei Nürnberg versammelt, um den bayerischen Antrag zur Reform der Regionalligen noch einmal nachhaltig zu bekräftigen. Wir fordern eine offene und ehrliche Diskussion zur Lage des Amateurspitzenfußballs und der Eliteförderung in den Nachwuchsabteilungen der Profiklubs und die Verständigung auf eine tragfähige, zukunftsorientierte gemeinsame Lösung. Wir wollen hierzu den (Wendelsteiner)-Anstoß geben und mit zehn Thesen (dem „Wendelsteiner Anstoß“) eine uns, bei gutem Willen aller Beteiligten, gut möglich erscheinende Verständigung zwischen Profi- und Amateurfußball anstoßen. ![]() Die Vertreter der Bayernligisten mit BFV-Präsident Dr. Rainer Koch (links),Sprecher der Bayernligisten Christoph Heckl (2.v.li.) und Verbandsspielleiter Josef Janker (2.v.re.). Geschlossene Einheit: Bayernligisten unterschreiben „Wendelsteiner Anstoß“ Es war ein deutliches Signal, das die Bayernligisten am Montagabend in Wendelstein bei Nürnberg nach ganz Deutschland aussandten: Die Regionalliga gehört reformiert und der vom Bayerischen Fußball-Verband für den anstehenden DFB-Bundestag eingereichte Reform-Antrag ist die logische Konsequenz, will man auch zukünftig Amateur-Spitzenfußball und Talentförderung miteinander vereinen. Das machten alle Vertreter der Amateurvereine in der Bayernliga mit der Unterzeichnung des "Wendelsteiner Anstoßes" deutlich. Schonungslos wurde die aktuelle Situation in der vierthöchsten deutschen Spielklasse analysiert. "Wir müssen aufhören zu träumen und mit Fernsehgeldern planen, die es in Zukunft nicht mehr geben wird. Weil die Liga wirtschaftlich für die anderen nicht machbar ist, werden bald nur noch Zweite Mannschaften in der Regionalliga spielen. Dann ist es auch vorbei mit der erwünschten Talentförderung", erklärte BFV-Präsident Dr. Rainer Koch, als er den "Wendelsteiner Anstoß" vorstellte - zehn Thesen zur Regionalliga, die den Weg für einen konstruktiven Dialog zur Lösung der Probleme ebnen sollen. Gebannt hörten die weit über 100 Vereinsvertreter von Lizenz- und Amateurvereinen auch Armin Buchmann zu. Der Vorsitzende des FC Memmingen erläuterte die Situation aus Sicht eines aktuellen Regionalligisten und bayerischen Vorzeigeklubs, der mit aller Macht versucht diese Liga zu meistern, ohne die Zukunft des Vereins zu gefährden. "Ein halbes Jahr lang war ein ganzes Team damit beschäftigt, sich durch die 400 Seiten Lizenzierungsunterlagen zu ackern - ehrenamtlich. Die Liga ist mit enormen Kosten verbunden, finanziell ist das eine absolute Gratwanderung. Wir freuen uns, in diesem Jahr in der Regionalliga dabei zu sein. Aber selbst, wenn wir uns sportlich qualifizieren, spätestens wenn die Fernsehgelder wegfallen, ist Schluss", fand er klare Worte. Buchmann sprach den Vertretern der Bayernligisten aus der Seele. Zum Abschluss unterschrieben alle Abgesandten der Amateurvereine in der Bayernliga den "Wendelsteiner Anstoß" - ein Symbol an alle Verantwortlichen, sich mit der Situation kritisch auseinanderzusetzen und ein bisher einmaliges Bild der Geschlossenheit des Amateurfußballs. "Das ist herausragend", fiel das Fazit von Dr. Rainer Koch aus. "Seit Jahren versuchen wir immer wieder klar zu machen, dass der Amateurfußball bei solchen Entscheidungen und Themen mit am Tisch sitzen muss, dass die Interessen aber nur wahrgenommen werden, wenn sie gebündelt vorgetragen werden. Die Unterzeichnung des „Wendelsteiner Anstoßes“ ist ein zukunftsweisendes Signal. Es ist schön, dass dies von den Bayernligisten ausgeht." Beim DFB-Bundestag am 22. Oktober 2010 in Essen ist der bayerische Antrag einer von drei Regionalliga-Reformanträgen. Weitere Infos zur Regionalliga-Reform und den bayerischen Antrag finden Sie unter www.bfv.de.
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