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3 Punkte im Kellerderby für den TSV Lützelburg

12.10.2011
Kreisklasse NW: TSV Lützelburg : VFL Westendorf 3:1

3 Punkte im Kellerderby für Lützelburg wie Balsam auf der Seele


Aus Lützelburg berichtet Bernd Bachmann:

Am Sonntag durfte sich der Anhang des TSV Lützelburg endlich mal wieder über 3 Punkte im Spiel gegen den VFL Westendorf freuen. Dieser Sieg im brisanten Kellerduell vor rund 120 Zuschauern verschaffte der Mannschaft von Trainer Konrad Wiedemann drei absolut wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Obwohl die Vorzeichen vor diesem wichtigen Duell für den TSV denkbar schlecht standen, konnte diese Notelf mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung überzeugen. Allerdings merkte man dem Heimteam das Fehlen von 5 Stammspielern und die daraus resultierende Systemumstellung vor allem in der nervösen Anfangsviertelstunde extrem an. Denn mit Oliver Schäferling, Daniel Gerlach, Georg Nettel und kurz vor Spielbeginn auch noch Matthias Almer viel eigentlich die komplette Defensivabteilung aus, so dass Konrad Wiedemann kurz vor Spielbeginn das komplette System umwarf und  auf den Altbewährten Libero zurückgriff, den Oliver Krüger, eigentlich der Kopf der 2. Mannschaft, 90 Minuten mit Bravur spielte. 

Endlich zeigte dieser talentierte Spieler mal was in ihm stecken würde, wenn er nur wirklich wollen würde, bleibt nur zu hoffen, dass er nun seinen Ehrgeiz gefunden hat und dem Trainer weiterhin zeigt, dass er in die Erste gehört und dass er da auch hin will. Genauso wie Manndecker Chris Reichenbach, der ebenfalls ein überzeugendes Spiel ablieferte, obwohl er sonst auch nur in der Reserve kickt und auf der Bank der Ersten sitzt. Doch nun zum Spiel, wie schon erwähnt war die Anfangsphase ziemlich zerfahren und es wurde von beiden Seiten  Fußball zum abgewöhnen geboten. 

Dennoch hatten die Gäste 15 Minuten das Spiel mehr oder weniger im Griff, so dass man im TSV Lager schon schlimmes befürchten musste, doch bis auf einen Freistoß von Jürgen Kolb den der Heimtorwart abwehrte und einem harmlosen Schuss neben das Tor kam auch nichts wirklich zwingendes beim VFL heraus. Nach gut 15 Minuten fand nun endlich auch die Heimmannschaft ins Spiel und hatte durch Karg und Mayer zwei Minichancen, die allerdings auch keine wirkliche Gefahr für das Westendorfer Tor darstellten. Aber nur  5 Minuten später wurde das Spielgeschehen total auf den Kopf gestellt, denn nach einem schnellen und weitem Abwurf  vom Heimtorwart verlängerte Markus Mayer auf Fabian Karg der gekonnt seinen Stürmer Julian Heindl auf die Reise schickte, der dann in seiner ersten gelungenen Aktion von der Außenlinie wuchtig nach innen flankte und dort als Abnehmer den Kopf des Westendorfer Verteidigers fand, der dann wiederum ganz unglücklich, aber wunderschön zum 1:0 für Lützelburg vollendete. Durch dieses Tor gewann der  TSV merklich an Selbstvertrauen und spielte fortan munter nach vorne, während der VFL nun total verunsichert war. 


Stefan Oblinger erzielte das wichtige 2:0

Denn nur so kann man auch den katastrophalen Fehlpass eines  VFL Verteidigers nur 1 Minute später erklären, den Stefan Oblinger kurz vor dem Strafraum serviert bekam. Diese Chance ließ sich der Stürmer nicht entgehen und verwandelte mit einem herrlichen Schlenzer eiskalt zum 2-0. Fortan spielte nur noch der TSV. Allerdings ging man in dieser Phase wieder einmal  fahrlässig  mit seinen zahlreichen Chancen um, allein der sonst überragende Fabian Karg hätte 3 Tore schießen müssen, als er nach drei tollen Spielzügen jeweils frei zum Schuss kam, wobei ihm einmal der Ball kurz vorher ganz unglücklich versprang. Doch auch Stefan Oblinger, Julian Heindl, der souveräne  Jo Heinrichs und der wieder mal sehr quirlige und spielfreudige Markus Hanisch scheiterten mit guten Gelegenheiten. Vom VFL hingegen war bis zur Pause absolut nichts mehr zu sehen und so ging man auch verdient mit 2:0 in die Kabinen.

Nach der Halbzeit wurde das Spiel merklich schlechter, was daran lag dass die Heimmannschaft nun deutlich nachließ, dennoch das Spiel im Griff hatte und zu reihenweise bester Gelegenheiten kam, da der Gast nun zum Teil völlig überfordert war. Doch auch die größten Chancen durch Karg, Heindl und Oblinger wurden nicht genutzt.  Genau dadurch und aufgrund der nun zum Teil fahrlässigen Spielweise kamen die eigentlich schon geschlagenen Gäste nun doch nochmal ins Spiel zurück.


Fabian Karg macht mit seinem Tor alles klar

In der 60. Spielminute konnte der Heimkeeper gerade noch einen Freistoß um den Pfosten lenken, während er wenig später Glück hatte, als  sein  Ersatzkapitän und Manndecker Alex Stürzenhofecker für ihn auf der Linie klärte. Erst in der 68. Minute fiel das vermeintlich erlösende und längst überfällige 3:0 für den TSV, als einer der wenigen gut vorgetragenen Angriffe der 2. Halbzeit  wunderbar von Fabian Karg durch einen satten Schuss aus 20 Metern vollendet wurde.  Auch danach hätte man das Ergebnis noch weiter hochschrauben müssen, doch alle Versuche scheiterten kläglich, oder wurden vom  Westendorfer Torwart abgewehrt und so kam es wieder einmal wie es kommen musste beim TSV.

Die ganzen Nachlässigkeiten und vergebenen Chancen wurden in 84. Minute durch den VFL brutal bestraft, als ein Lützelburger Verteidiger die scharfe Hereingabe von Florian Schulz , dem ein Flankenlauf vom starken Alper Kentli vorausging, der allerdings auch mehrere Male bei konsequentem Einsatz hätte unterbunden werden können, ins eigene Netzt beförderte und somit der sicher geglaubte Sieg doch nochmal stark ins Wanken kam. Dieses  3:1 setzte nämlich beim VFL nicht mehr geglaubte Kräfte frei und so drängten sie in den letzten Minuten nochmal vehement auf den Ausgleich, der bei  konsequenter Chancenverwertung  mit Sicherheit noch möglich gewesen wäre.

Doch mit vereinten Kräften und einem souveränen Heimtorwart schaukelten die Mannen von Trainer Konrad Wiedemann dieses Spiel mit Glück und Geschick nach Hause. Somit konnte man sich im Abstiegskampf wieder ein wenig Luft verschaffen, was zwingend von Nöten war, denn in den nächsten Wochen hat es der TSV nur noch mit dicken Brocken zu tun, bei denen die Punkte wieder extrem hoch hängen werden, wodurch die Abstiegskonkurrenten natürlich wieder die besseren Karten in Händen halten. Denn schon nächsten Sonntag muss man nämlich zum traditionsreichen Nachbarschaftsderby beim bärenstarken FC Langweid antreten.

Die Mannen von Spielertrainer Tarik Kartal spielen bis dato eine hervorragende Saison und sind nicht überraschend und unverdient ganz oben mit dabei.  Ihr hervorragend besetzter Kader um den spielstarken Aydin Mutlu konnte vor der Saison noch mit berühmten Spielern wie Fesl und Scheifel, die schon höherklassig zum Einsatz kamen und drei weiteren Spielern unter anderem dem ex Lützelburger Drago Zagran mittlerer weile 3-facher Torschütze,  sinnvoll ergänzt werden und damit geht der FC Langweid als glasklarer Favorit in dieses spannende Spiel, da man beim TSV Lützelburg auch noch nicht weiß, ob überhaupt einer der 5 fehlenden Spieler wieder zurück ins Team kommen und zudem der überragende Fabian Karg aufgrund einer Schulung fehlen wird. 

Dadurch wird dieses brisante Nachbarduell gegen Langweid wohl ein ganz schwerer Gang für den TSV werden, bleibt nur zu hoffen, dass zahlreiche Lützelburger Zuschauer den Rücken der jungen Mannschaft stärken und ihr Team auch lautstark unterstützen werden, damit man nicht ganz chancenlos in dieses mit Sicherheit packende Derby gehen kann.

Und so spielte der heimische TSV Lüztelburg

Bernd Bachmann, Oliver Krüger, Chris Reichenbach, Alex Stürzenhofecker, Markus Hanisch, Matthias Dörrich, Johannes Heinrichs,  Fabian Karg, Markus Mayer, Stefan Oblinger, Julian Heindl, Karim Allouache, Matthias Kempter, Sebastian Saliger

Tore: 1:0 (20.) Eigentor, 2:0 (21.) Oblinger, 3:0 (68.) Karg, 3:1 (84.) Eigentor

Besondere Vorkommnisse: Keine 


Beste Spieler:
TSV: geschlossene Mannschaftsleistung ; VFL : Alper Kentli, Jürgen Kolb

Zuschauer: 120

 
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