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Interview mit Markus Hunger, Abteilungsleiter beim VfL Kaufering

29.11.2009

 

SchwabenSoccer hat mit Abteilungsleiter Markus Hunger über die aktuelle sportliche Situation beim VfL Kaufering in der Kreisliga Augsburg  gesprochen.

Abteilungsleiter Markus Hunger (Bildrecht: VfL Kaufering)

SchwabenSoccer: Herr Hunger, der VfL Kaufering  ist derzeit Tabellenerster der Kreisliga Augsburg  mit 49 Punkten, 11 Punkte vor dem Tabellenzweiten, dem ASV Hiltenfingen. Haben sie zu diesem Zeitpunkt eigentlich mit einer so souveränen Tabellenführung gerechnet? 

Markus Hunger: Nein, definitiv nicht, da man nach einem Abstieg nicht genau weiß, wo die Mannschaft steht. Wir haben zwar gewusst, dass wir Qualitäten haben und unglücklich abgestiegen sind. Aber man weiß auch, dass es immer schwierig ist im nächsten Jahr gleich wieder nach oben zu kommen. Und deshalb haben wir mit so einem deutlichen Ergebnis zur Winterpause eigentlich nicht gerechnet.

SchwabenSoccer:  Was hat denn Trainer Elmar Kügle richtig gemacht, damit der VfL Kaufering so souverän da oben steht?

Markus Hunger: Ja, mit Sicherheit vieles. Er hat mit zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Worte gefunden. Aber ganz wichtig ist, dass er es verstanden hat, auch vor allen Dingen die jungen Spieler, die zu Ende der letzten Saison bzw. zu Beginn der neuen Saison zur 1. Mannschaft dazu gestoßen sind, in den Kader voll mit eingebunden hat. Er hat die jungen Spieler zu Leistungsträgern gemacht, die wir absolut brauchen.

SchwabenSoccer: Ist denn Elmar Kügle längerfristig an den VfL Kaufering gebunden?

Markus Hunger: Gut, das Fußballgeschäft ist kurzlebig. Man weiß natürlich nie, was die neue Saison bzw. die Zukunft bringt. Aber im Moment denken wir nicht über einen neuen Trainer nach. Wir sind im Moment noch nicht bei den Planungen für die neue Saison, da wir noch nicht wissen, wo wir spielen werden. Dementsprechend planen wir jetzt noch nicht längerfristig mit dem Trainer bzw. mit einer anderen Sache.

Trainer Elmar Kügle (Bildrecht: VfL Kaufering)

SchwabenSoccer:  Kommen wir doch auf die Mannschaft zu sprechen.  Wo sehen sie denn die Stärken der Mannschaft in dieser Saison? Anders gefragt, gibt es denn überhaupt Schwächen?

Markus Hunger: Fangen wir mal mit den Stärken an. Die Stärken liegen mit Sicherheit in der spielerischen Überlegenheit, aber auch vor allen Dingen in der Kondition und der Schnelligkeit des Spiels. Hier glaube ich liegen die ganz großen Vorteile gegenüber allen anderen Mannschaften in der Kreisliga, da wir hier den „Deut“ besser sind. Wir spielen schneller und technisch etwas besser, so dass wir auch die vielen Siege einfahren konnten.

Die Schwächen liegen mit Sicherheit darin, dass wenn es mal nicht so gut läuft, dass man innerhalb eines Spiels nochmal etwas großartig ändern bzw. das Spiel umstellen kann. Das ist mit Sicherheit eine Schwäche des VfL Kaufering. Und dann sind vielleicht auch noch schlechtere Platzverhältnisse zu nennen, die uns auch nicht so gut tun. 

SchwabenSoccer: Sie haben ja mit Benjamin Enthart einen Toptorschützen der Liga mit 14 Toren in ihren Reihen. Ist dieser überhaupt zu ersetzen?

Markus Hunger: Das ist generell schwer zu sagen. Es kann immer sein, dass sich ein Spieler verletzt. Aber so wie sie sagen sind Benjamin Enthart und natürlich Christian Ziegler die Stützen der Mannschaft und die absoluten Leistungsträger. Wenn die ausfallen würden, dann wäre es für den VfL Kaufering sehr schwierig, die gleichen Leistungen wie bisher zu bringen.

Benjamin Enthart (Bildrecht: VfL Kaufering)

SchwabenSoccer: Gibt es denn aus ihrer Sicht neben den genannten Spielern noch andere Spieler, die man hervorheben könnte?

Markus Hunger: Es ist schwierig, da ich niemanden hinten anstellen möchte. Deswegen muss man ganz klar sagen, dass wir eine mannschaftliche Geschlossenheit haben. Die beiden Spieler, die ich genannt habe, sind die Topleistungsträger. Man kann mit Sicherheit auch den Fabian Pocchiesa mit dazu zählen, aber auch die jungen Spieler um Armin Sankt-Johanser, Marco Duran und Christoph Obermayer, welche erst dieses Jahr zur Mannschaft gestoßen sind. Die jungen Spieler machen das ganz Klasse und sind mit Sicherheit auch für den Erfolg verantwortlich.

SchwabenSoccer: Sie als Abteilungsleiter hoffen natürlich auch, dass sich der sportliche Erfolg auch in den Zuschauerzahlen niederschlägt.  Sind sie denn mit der Zuschauerresonanz in dieser Saison zufrieden?

Markus Hunger: Generell ja. Es könnten natürlich immer etwas mehr sein. Wir wissen aber auch, dass es im Amateurbereich sehr schwierig ist, sehr viele Zuschauer zu bekommen. Wir sehen das relativ nah bei unserem direkten Nachbarn, dem Landesligisten TSV Landsberg, welcher grundsätzlich nicht mehr Zuschauer hat, auch wenn sie drei Klassen über uns spielen. Es ist schon so, dass wir an sich als VfL Kaufering mit den Zuschauerzahlen zufrieden sind. Wir haben zu Hause so etwa 150 Zuschauer pro Spiel im Durchschnitt.

SchwabenSoccer:  Blicken wir doch in die Zukunft. Bei so einer souveränen Tabellenführung kann man doch für die Bezirksliga planen, oder?

Markus Hunger:  Natürlich könnte man das. Aber wir sind nicht so blauäugig, dass wir nicht wissen, dass auch ein so großer Vorsprung schmelzen kann. Wir haben noch Spiele (in der Rückrunde)  auswärts gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel. Deswegen ist es auch so, dass hier noch etwas passieren kann. Aber natürlich streben wir absolut den Aufstieg in die Bezirksliga an. Ganz klar.  

SchwabenSoccer:  Kommen wir doch noch zu einem anderem Thema. Sie haben ja mit der in Kaufering ansässigen Fa. Hilti ein international agierendes und sehr bekanntes Unternehmen als Sponsoringpartner. Wie wichtig es denn die Beziehung mit der Fa. Hilti aus finanzieller Sicht für den VfL Kaufering?

Markus Hunger:  Im Allgemeinen ist die Verbindung zu unseren Sponsoren und insbesondere zu unseren größeren Sponsoren wie der Fa. Hilti sehr wichtig. Da versuchen wir auch immer mit dem direkten Kontakt diese gute Beziehung aufrecht zu erhalten. Einfach weil wir auch wissen, dass wir ohne diese Sponsoren als Fußballverein nicht bestehen könnten. Und dementsprechend versuchen wir natürlich dies so aufrecht zu erhalten.

SchwabenSoccer:  Auf wie viel Jahre ist denn die Partnerschaft mit der Fa. Hilti angelegt?

Markus Hunger: Das ist kurzfristig. Wir haben überhaupt keine längerfristigen Verträge in irgendeiner Form. Das wird von Jahr zu Jahr immer wieder neu verhandelt. Wir hoffen natürlich, dass wir jedes Jahr diese Firmen für uns gewinnen können, und dass diese uns weiter unterstützen.

SchwabenSoccer:Vielen Dank Herr Hunger für das Interview und wir wünschen ihnen und dem VfL Kaufering eine erfolgreiche Saison in der Kreisliga Augsburg.

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